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Fliegen im Sommer wird zur Qual

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Womit Passagiere diesen Sommer für ihre Urlaubsflüge rechnen müssen.   

Wien. Begann in früheren Zeiten die Urlaubs-Entspannung meist schon am Fughafen, kann davon heuer keine Rede sein. Fast täglich gibt es neue Hiobsbotschaften, was alles schief läuft in der Luftfahrt. Nach zwei Jahren pandemie-bedingter Urlaubspause freuen sich Tausende auf ihren Flug an den Strand – der aber auf verschiedene Weise zur Qual zu werden droht:

Ausstand. Ein Streik des Kabinenpersonals bei Europas größtem Billigflieger Ryanair führt seit Freitag zu Flugausfällen in Belgien, Spanien und Portigal; zehntausende Passagiere sind betroffen. Auf der Urlaubsinsel Mallorca hat das Kabinenpersonal von Ryanair und Easyjet ab sofort bis in den Juli zahlreiche Streiktage geplant. Auch bei der Lufthansa-Tochter Brussels wird gestreikt.

Kollaps. An vielen Flughäfen und teils auch bei Airlines herrscht extremer Personalmangel. Es fehlen so viele Mitarbeiter, dass der Betrieb nicht abzuwickeln ist – deshalb nehmen Airlines vorsorglich Flüge aus dem Programm. Die Lufthansa streicht im Sommer rund 3.000 Verbindungen, auch bei Easyjet werden tausende Verbindungen einfach gecancelt. Pech, wenn man schon gebucht hat – es soll zumindest Alternativvorschläge geben.

Chaos. Wegen des Personalmangels werden manche Flughäfen mit dem Passagieransturm schlicht nicht fertig. Am Flughafen Köln-Bonn kam es am Freitag zu einer Warteschlange von einem Kilometer Länge! In Amsterdam standen die Leute vor Kurzem bis draußen für den Security-Check an. Die Folge: Viele verpassen ihren Flug, weil sie so lange Wartezeit nicht einkalkuliert haben.

Kerosin. Weil das Flugbenzin extrem teurer wurde, müssen die Passagiere demnächst mehr für die Tickets zahlen. Das kündigte AUA-Chefin Annette Mann jetzt an. BeiKurzstrecken sind es wohl nur ein paar Euro, bei Langstrecken können es durchaus 50 oder 100 Euro sein. Auch seitens Ryanair hieß es bereits , dass Flugtickets in absehbarer Zeit 10 bis 15 Prozent teurer werden.   

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