Geplanter Amoklauf in Schule aufgeflogen

Mistelbach

Geplanter Amoklauf in Schule aufgeflogen

18-Jähriger wegen versuchten Mordes in Korneuburg vor Gericht. Grundwehrdiener hatte 19-Jährigen schwer verletzt, dann hatte Schrotflinte Ladehemmung.

Wegen eines geplanten Amoklaufs muss sich kommenden Mittwoch am Landesgericht Korneuburg ein 18-Jähriger vor einem Schwurgericht verantworten. Die Anklage lautet auf mehrfachen versuchten Mord. Der Bursche gab im Frühjahr vor einer Schule in Mistelbach einen Schuss ab und verletzte einen Schüler schwer. Da die Schrottflinte eine Ladehemmung hatte, passierte nicht mehr.

Schrotflinte hat versagt

Der Grundwehrdiener soll am 9. Mai vor dem Schulzentrum den 19-Jährigen mit einer Schrotflinte angeschossen haben. Da er nicht mehr schießen konnte, warf er die Waffe weg und flüchtete. Noch am selben Abend stellte er sich der Polizei. Er hatte sich nach damaligen Angaben mit Massakern in US-Schulen beschäftigt und wollte demnach eine derartige Tat in der Schule in Mistelbach, wo er ein Semester lang Schüler war, begehen.

Angeklagter zurechnungsfähig

Der Angeklagte ist laut Gutachten zurechnungsfähig. Im Falle eines Schuldspruchs drohen ihm, weil der Strafrahmen für junge Erwachsene anzuwenden ist, bis zu 15 Jahre Haft. Die Staatsanwaltschaft hat aufgrund einer Persönlichkeitsstörung zudem die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher nach Paragraf 21 Absatz 2 Strafgesetzbuch beantragt, teilte Sprecher Friedrich Köhl am Mittwoch auf APA-Anfrage mit.
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