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Letzter Prozesstag

Grassers letzte Worte: "Bin unschuldig"

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Letzter Prozesstag für Karl-Heinz Grasser. Der Ex-Minister beteuerte seine Unschuld.

Wien. „Letzte Worte“ nennen es die Gerichtsinsider so treffend – am 168. und vorerst letzten Prozesstag im Buwog-Verfahren waren noch einmal die Angeklagten am Wort. Die Staatsanwaltschaft wirft Karl-Heinz Grasser, Walter Meischberger und Co. vor, bei der Privatisierung der Bundeswohnungen mitgeschnitten und eine Millionenprovision eingestrichen zu haben. Das Urteil von Richterin Marion Hohenecker wird für November erwartet.

Dank. Die Richterin war es auch, die zu Beginn im Zentrum der Angriffe der Verteidiger gestanden war – davon war gestern keine Rede mehr –, im Gegenteil, Grasser dankte ihr für die faire Prozessführung.

Unschuldig. Wenig überraschend bezeichnete sich Grasser als „unschuldig“: Als Finanzminister habe er immer nur die Interessen der Republik im Sinne gehabt. Großes Lob äußerte er der Regierung unter Kanzler Wolfgang Schüssel. Auch Meischberger erklärte sich als schuldlos: Trotz „schiefer Optik“ habe er rechtmäßig gehandelt und alle Leistungen ordnungsgemäß abgeführt. Ex-Lobbyist Peter Hochegger blieb indes bei seinem Teilgeständnis, wonach Grasser und Co. bei der Buwog-Provision mitkassiert hätten.

Grasser: "Ich bin voll mit Adrenalin"

  • Grasser. „Ich bin mit Adrenalin gefüllt – es geht ja um sehr viel für mich. (...) Ich bin unschuldig, habe nichts Unrechtes getan und ich hoffe auf ein faires und gerechtes Urteil.“
  • Meischberger. „Elf Jahre meines Lebens kann mir keiner zurückgeben, auch das Gericht nicht, aber vielleicht meine Reputation.“
  • Hochegger. „Ich habe in einem Korruptionsbiotop mitgewirkt, in dem sich wenige Vorteile auf Kosten der Allgemeinheit verschaffen. Ich bin froh, dass ich den Mut zu einem Geständnis gefunden habe. “
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