Influencerin berichtet: ''17 Stunden Flug-Chaos''

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Influencerin berichtet: ''17 Stunden Flug-Chaos''

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Die Rückreise von Santorin wurde für Influencerin Bianca Konarzewski zur Qual.

Santorin/München. Es wäre so einfach gewesen: Vier Stunden Reisezeit von der griechischen Insel Santorin bis nach Wien. Doch der Flug-Frust begann für Influencerin Bianca Konarzewski am Vorabend. Sie bekommt eine E-Mail von der AUA: Der Anschlussflug von München nach Wien wurde annulliert.

„Keiner zuständig“. „Der Link in der Mail – um einen alternativen Flug zu buchen – funktionierte nicht“, erzählt sie ÖSTERREICH. Am Reisetag wird ihr Flug von der griechischen Insel um drei Stunden verschoben. Vor Ort will keiner zuständig sein, den Passagieren wird gesagt, dass sie in München ein Hotelzimmer bekommen werden.

In München ist „Chaos, die Menschen schlafen am Boden“. Um 5 Uhr Früh sollte der Flugschalter aufsperren, alle warten darauf. Konarzewski will nicht mehr warten. Sie steigt in den Zug nach Wien. Zusätzlich zu den 400 Euro für das Flugticket zahlt sie noch 60 Euro für die Heimreise.

Flugausfälle und Verspätungen

Die weltweiten Flugausfälle haben jetzt auch die AUA erwischt. Corona ist schuld.

Wien. Kein Ende des Flugchaos – und das vier Tage vor dem Start der Sommerferien. Seit dem Wochenende kämpft auch die AUA mit Ausfällen. Samstag und Sonntag sind 94 Flüge gestrichen worden (von 700), am Montag noch mal 19. Es waren zum großen Teil Flieger, die Urlauber an ihre Ferien-Destinationen bringen sollten: Athen, Barcelona, Lyon, Washington, Manchester.

Grund ist eine Corona-Welle, die Piloten und Flugbegleiter der AUA erwischt hat. Das große Problem: Besserung ist keine in Sicht. Die Zahl der Covid-Infektionen schießt im ganzen Land in die Höhe. Schon in wenigen Tagen sollen es 30.000 neue Fälle pro Tag sein, es werden wohl auch weitere AUA-Mitarbeiter betroffen sein. AUA-Sprecherin Yvonne Wacholder sagt zu ÖSTERREICH: „Das bereitet uns auch Sorgenfalten, aber wir schauen uns den Flugplan an und hoffen, dass wir gut in den Sommer starten können.“

Bisher hat die Airline knapp 200 neue Flugbegleiter angeheuert, die jetzt ihre Ausbildung abschließen. Ob das ausreichen wird? „Wir sehen uns gut gerüstet. Aber es sind Krankenstände, auf die können wir auch keinen Einfluss nehmen.“

AUA entschuldigt sich bei ihren Fluggästen

Maßnahmen. „Wir können uns dafür bei Ihnen nur entschuldigen und wollen dabei auch ganz ehrlich sein: In den nächsten Wochen mit weiter steigenden Passagierzahlen wird sich die Situation kurzfristig kaum verbessern“, schickte die Geschäftsführung der Lufthansa-Gruppe eine Entschuldigung an ihre Gäste aus. Diskussion herrscht wegen der abgeschafften Maskenpflicht in Flugzeugen. Sie gelten als öffentliche Verkehrsmittel, deswegen braucht man derzeit keine. Die AUA-Führung empfiehlt Mitarbeitern „freiwillig“ wieder Maske zu tragen. „Wir haben auch gesagt, wenn die Infektionszahlen weiter steigen, dann werden wir natürlich in Betracht ziehen, die Maskenpflicht für Mitarbeiter wieder einzuführen“, so Wacholder.

(pom)

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