Justiz rächt sich an Eislady

Knast-Mobbing nach Sex-Beichte

Justiz rächt sich an Eislady

Österreichs bekannteste Doppelmörderin darf kaum noch mit ihrem Sohn telefonieren. 

OÖ. Am härtesten trifft Estibaliz C. (40) der reduzierte Kontakt zu ihrem Sohn Roland (6), der in Spanien bei ihren Eltern lebt. Bevor sie ihr zweites Buch mit allen Details zu ihrer Liebesbeziehung in Haft veröffentlichte, durfte die 40-Jährige über eine halbe Stunde täglich mit ihrem Kind telefonieren. Jetzt sind es nur mehr noch 20 Minuten pro Woche. Die Gefangene legte nun über ihre Rechtsanwältin Astrid Wagner Beschwerde ein.

Beschwerde. „Der eingeschränkte Telefonkontakt zu ihrem Sohn ist nicht sachgerecht, deshalb habe ich Beschwerde beim Vollzugsgericht Linz eingebracht“, sagt Astrid Wagner.

Kein Haarfärbemittel und kein Laptop für die Eislady

Die Liste der Einschränkungen betrifft aber nicht nur den Kontakt zum Sohn. Mit Erscheinen ihres Buchs Zelle 14 wurde der verbotene Sex mit Mithäftling und Verlobtem Martin L. bekannt, den sie detailliert schilderte.

Keine Therapie. Die Justiz erinnerte C. daraufhin daran, wer der Herr im Haus ist, und griff durch: Zuerst wurde der Laptop beschlagnahmt. Dann durfte ein Pfarrer der 40-Jährigen nur mehr noch im Beisein eines Justizwachebeamten die Beichte abnehmen. Dazwischen wurde Martin L. verlegt. Gegenseitige Liebesbriefe wurden lange Zeit nicht zugestellt. Die Gefangene klagte darüber, lange Zeit keine Psychotherapie bekommen zu haben.

Die Doppelmörderin, die zwei ihrer Männer erschoss und im Keller ihres Eissalons einbetonierte, stört auch, dass ihr Schminkzeug und ihre Haarfarbe von der Justiz konfisziert wurden.

(lae)

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