Lockdown-Wiener hielten Bergretter auf Trab

Chronik

Lockdown-Wiener hielten Bergretter auf Trab

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Bei dichtem Nebel und Sturm galt es, mehrere Verirrte und Verletzte zu bergen.

Stmk./NÖ. Einsatzreicher Sonntag für die Bergretter in Niederösterreich und der Steiermark. Die Helfer mussten gleich elf Wintersportler aus der Bundeshauptstadt nach alpinen Notlagen oder schweren Unfällen bergen.

Besonders schwierig gestaltete sich der Einsatz auf der Hohen Veitsch in den Mürzsteger Alpen: Vier Tourengeher (34 bis 36) aus Wien stiegen Richtung Gipfel auf und erreichten, wie geplant, am frühen Nachmittag das Gebirgsplateau. Aufgrund von Sturmböen und dichtem Nebel verloren sie jedoch die Orientierung und setzten bei eisiger Kälte von minus 15 Grad gegen 16 Uhr einen Notruf ab. Sie konnten den Einsatzkräften per GPS ihren genauen Standort mitteilen und bauten sich anschließend eine schützende Schneehöhle.

Rund drei Stunden später erreichten Bergretter und Alpinpolizisten die bereits ziemlich unterkühlten, aber sonst un­verletzten Wintersportler und begleiteten sie ins Tal.

Bei Abfahrt im Gelände Orientierung verloren

Der nächste Notruf ging bei der Bergrettung Kleinzell (Bez. Lilienfeld) ein. Eine fünfköpfige Skitourgruppe aus Wien verlor bei der Abfahrt von der Reisalpe über den Ebenwald vor einem senkrechten Abhang in freiem Gelände die Orientierung und schlug Alarm. Nach einem kräfteraubenden Aufstieg konnten die zwei Frauen und ihre drei männlichen Begleiter, gegen 19.30 Uhr gesichtet, aus ihrer Notlage befreit und unverletzt geborgen werden.

Zu guter Letzt galt es am Zauberberg Semmering eine Wienerin (25), die bei einer Rodelfahrt verunglückte und sich schwer verletzte, sowie am Stuhl­eck einen Skifahrer (62) aus Wien nach einem Sturz beim Abschwingen am Ende einer Speedstrecke zu retten.

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