Mega-Streik der Klima-Kinder

100.000 in Österreich

Mega-Streik der Klima-Kinder

'Black Friday for Future': Unter diesem Motto wurde gestern für das Klima demonstriert. 

Wien. Wieder ging weltweit die engagierte „Fridays for Future“-Klimajugend auf die Straße. Von Sydney in Australien bis Berlin waren es abermals Millionen Aktivisten, die in 5.400 Städten weltweit für das Klima streikten.

20.000 riefen in Wien: »Wir haben keinen Planeten B«

Partystimmung. Der größte Protest in Österreich war in Wien, etwa 20.000 gingen mit, sagen die Veranstalter: Auftakt war bei der U2-Station Krieau, direkt gegenüber der OMV-Zentrale: „Weil die OMV zu den 100 größten Fossile-Energie-Unternehmen gehört, die zusammen für 70 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich sind“, so Aktivistin Amina Guggenbichler.

Vor dem Gebäude skandierten die Aktivisten: „Ölkonzerne pumpen in der Ferne, zerstören unsere Umwelt, nur für einen Batzen Geld.“ Sie riefen in Richtung der OMV: „Raus aus fossilen Energien, rein in die Zukunft.“

Strategie. Die OMV war vor allem deshalb im Visier der Aktivisten, weil der Austro-Konzern vor einem Küstenstrich Neuseelands nach Öl und Gas bohrt. Zuletzt wurde von Greenpeace-Aktivisten sogar ein OMV-Versorgungsschiff gekapert.

Ein Kilometer. Von der Krieau zogen die Aktivisten zur Abschlusskundgebung vor die Ministerien für Nachhaltigkeit und Wirtschaft am Stubenring. Ein Kilometer lang war der Demo-Zug: „Wir sind jung, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“, wurde gerufen. Oder: „Wir haben keinen zweiten Planeten.“

Eigene Teams sammelten in Säcken Müll auf, man wollte eine „saubere Demo“. Auch AK-Präsidentin Renate Anderl marschierte mit.

Überall. Landesweit wurde dem nasskalten Wetter getrotzt. In Bregenz waren es etwa 2.000, die demonstrierten, in Klagenfurt ebenfalls. Aus Graz und Linz wurden jeweils 5.000 bis 6.000 Personen gemeldet. In Wien und Vorarlberg musste für die Demos niemand schwänzen: Der Streik galt als schulbezogene Veranstaltung, womit Schüler im Rahmen des Unterrichts teilnehmen durften.

(wek) 

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