Oberösterreich

Nach Bankomat-Sprengung schweigt Polizei

Vorerst keine Parallelen zu andern Fällen.

Nach einer Bankomat-Sprengung in der Nacht auf Montag in Wels untersucht die oö. Polizei mögliche Zusammenhänge mit ähnlichen Vorfällen. Bisher gebe es aber keine Hinweise auf Parallelen, hieß es am Dienstag bei der Pressestelle. Zur Fahndung nach den Tätern und dem Fluchtfahrzeug gab es vorerst keine Erfolgsmeldung, mit Informationen zu dem Fall hielt sich die Exekutive weiterhin äußerst bedeckt.

Unbekannte hatten zunächst mit einer Substanz, die die Polizei nicht nennen will, den Bankomaten gesprengt. Da sie wegen einer Panzerglassicherung nicht an die Rückseite des Geldausgabeautomaten gelangten, brachen sie in eine benachbarte Apotheke ein und verschafften sich über dieses Geschäft Zutritt zu dem Foyer, in dem das Gerät stand. Die Täter flüchteten mit einem silbernen Kombi mit dem Kennzeichen "L-498IG", der zuvor in Linz gestohlen worden war. Die Beutehöhe ist nicht bekannt.

Gibt es eine heiße Spur?
Ob der Wagen gesichtet wurde, sagte die Polizei am Dienstag ebenso wenig wie, ob es eine heiße Spur gibt. Es hieß lediglich, es würden routinemäßig Verbindungen zu anderen Bankomat-Sprengungen geprüft.

Im November 2012 waren innerhalb von 48 Stunden zwei Bankomaten in Linz und der Nachbargemeinde Leonding gesprengt und ausgeräumt worden. Das Fluchtfahrzeug wurde knapp ein halbes Jahr später auf einem Linzer Parkplatz gefunden, es dürfte dort mehrere Monate lang gestanden sein. Laut Polizei gebe es aber vorerst keine Hinweise darauf, dass die damaligen Täter auch in Wels zugeschlagen haben.



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