Kehle aufgeschlitzt

Irrer tötete seine Frau "drei Mal"

Irrer tötete seine Frau "drei Mal"
© APA/einsatzdoku.at
Blutüberströmt läutete Karl B. bei seinem Nachbarn an und stammelte Unverständliches.
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NÖ. Dieser Femizid in ­Neulengbach, der achte übrigens in diesem Jahr in ­Österreich, der Ende der ­Woche bekannt wurde, ist – wenn auch von einem mutmaßlichen Psychiatriepatienten begangen – an Schockmomenten und Grausamkeit kaum zu toppen:

Entdeckt wurde die Leiche der getöteten 64-Jährigen am Donnerstagabend, als ihr ­Lebensgefährte sich völlig verstört und mit Schnittverletzungen an den Armen zu seinem unmittelbaren Nachbarn schleppte und zusammenbrach. Geschockt rief der Mann Rettung und, ahnend, dass nebenan noch größerer Horror warten könnte, auch die Polizei.

Der Verdacht des Nachbarn sollte sich leider bewahrheiten: In der Wohnung im letzten Stockwerk des Hauses in der Weinbergstraße stießen die Ermittler auf eine entsetzlich zugerichtete Leiche.

Einen Tag neben Leiche der Partnerin gelebt

Schmerzen. Während der Mann, der sich offenbar das Leben nehmen wollte, mit der Rettung in Krankenhaus gebracht wurde, um dort notoperiert zu werden, konnte schon in der ersten Leichenbeschau festgestellte werden, wie brutal der Angreifer Maria S. hingemetzelt hat: Zuerst schlug er ihr den Kopf mit einem Maurerfäustel ein, dann schlitzte er ihr die Kehle auf, um hernach mit dem Messer noch unzählige Male auf ­seine Frau einzustechen.

Unfassbar: Nach diesem Overkill, der sich am Mittwoch abgespielt haben dürfte, lebte der mutmaßliche Täter einen Tag neben der verstümmelten Leiche und versuchte, sich noch selbst mit dem Messer das Leben zu nehmen. Dabei dürfe er allerdings „aufgewacht“ sein oder die Schmerzen, die er sich an Hals, Kopf, Armen und Beinen zufügte, nicht ertragen haben oder einfach zu feig gewesen sein, einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen – und wankte zu seinem Nachbarn.

Nach Randale auf die ­geschlossene Abteilung

Not-OP. Noch bevor Karl B., angeblich ehemaliger Fußballer bei regionalen Vereinen, zur Not-OP ins Universitätsklinikum St. Pölten gebracht wurde, gestand er, „für den Tod der Frau verantwortlich zu sein“. Die Operation verlief positiv – doch kaum wieder einigermaßen munter, begann der Pensionist und Killer zu randalieren, worauf die Ärzte ihn sedieren mussten.

Er wurde auf die geschlossene Abteilung des Univer­sitätsklinikums Krems gebracht – wo er sich nicht das erste Mal aufhalten dürfte.

Wie Nachbarn des Verdächtigen, für den die Unschuldsvermutung gilt, berichten, hat Karl B. schon mehrere Aufenthalte in psychiatrischen Kliniken hinter sich. Die Rede ist von ­Depressionen bis hin zu Verfolgungswahn. Ein entsprechendes Gutachten soll nun klären, ob der Mann zurechnungsfähig war.

(kor)

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