Klettersteig

28-jährige erleidet Kollaps

Oberösterreich: Große alpine Rettungsaktion für Bergwanderin

Eine große alpine Rettungsaktion fand am Donnerstag in Oberösterreich für eine Bergwanderin statt 

Obertraun: Der Kollaps einer 28-jährigen Bergwanderin in der Nacht auf Donnerstag am 2.100 Meter hohen Krippenstein in Obertraun im Bezirk Gmunden hat eine großangelegte alpine Rettungsaktion mit 23 Helferinnen und Helfern am Berg ausgelöst. Die nicht mehr ansprechbare Frau musste in der Nacht mit einer Gebirgstrage zu einer Alm transportiert werden. Dort wurde sie einem Notarzt übergeben, der sie ins Spital brachte.

28-Jährige brach zusammen 

 Die Wanderin gehörte zu einer vierköpfigen Gruppe von Freunden aus Tschechien. Sie fuhren am späten Vormittag mit der Seilbahn auf den Berg. Dort wollten sie eine mit einer App geplante ausgedehnte Wanderung über das Hochplateau mit einem anschließenden Abstieg über den Lahnfriedsteig zur darunterliegenden Koppenwinkelalm unternehmen. Ortskundige Bergsteiger schätzen das Vorhaben wegen der Länge und des Geländes als eine Tagestour ein. Als die Gruppe schon zehn Stunden unterwegs war, brach die 28-Jährige in etwa 900 Metern Seehöhe zusammen. Sie war nicht mehr ansprechbar und reagierte nicht mehr auf ihre Freunde. Deshalb setzte einer einen Notruf ab. Danach war die Gruppe aber nicht mehr telefonisch erreichbar. Die Bergrettung Obertraun schickte zur Erkundung ein Einsatzquad los. Mit Lichtzeichen konnten die Gesuchten lokalisiert werden. Eine Bergung durch einen Hubschrauber mit einem Tau war wegen der Dunkelheit und der Lage des Unfallortes nicht möglich. Ein Vortrupp machte sich auf den Weg und forderte wegen der zu erwartenden schwierigen, personalintensiven Bergung schon während des Aufstieges Unterstützung der Bergrettung im Nachbarort Hallstatt an.

"Neurologische Überlastung" 

Als die Rettungsmannschaft bei der Kollabierten eintraf, stellte sich ihr Allgemeinzustand als sehr schlecht dar. Deshalb wurden noch zusätzlich zwei Bergrettungsärzte gerufen. Gleichzeitig begann die Bergung in einer Gebirgstrage. Wegen der Steilheit des Geländes musste großteils eine Sicherung per Seil eingesetzt werden. Nach vier Stunden war die Koppenwinkelalm erreicht. Dort übernahm der Notarzt. Seine erste Diagnose: "Eine unklare neurologische Verletzung, wahrscheinlich in Richtung Hitzeschlag und körperliche Überlastung." Nach der Erstversorgung wurde sie ins Spital eingeliefert.

Die Bilanz der Bergrettung: Im Einsatz waren 18 Mann der Bergrettung Obertraun und zehn aus der Nachbarortsstelle Hallstatt, sowie zwei Bergrettungsärzte und drei Beamte der Polizei Bad Goisern. Ebenfalls beteiligt waren das Notarzt-Einsatz-Fahrzeug (NEF) Bad Aussee und das Rote Kreuz Bad Goisern.



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