Absturz auf Weg nach Salzburg

Flying Bulls: Jetzt spricht Überlebender

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"Erinnere mich nur an Schrei des Piloten. Ein Monat im Koma. Mein Weg zurück"

Es ist ein Wunder, dass der 
Fotojournalist die vermutlich vom Piloten verschuldete Katastrophe überlebte.

Laibach. Laut neuesten Untersuchungen aus Tschechien war es kein technisches Gebrechen, sondern ein leichtsinniges Manöver des Piloten in zu geringer Höhe, das am 20. Juni eine Flying-Bulls-Maschine des Typs T-28 Trojan auf dem Weg von Polen nach Salzburg über Jickovice zum Absturz brachte.

Dabei starb Pilot Karl S. Sein Passagier Miro Majcen überlebte – was man angesichts der Absturzbilder fast auszuschließen versucht ist. Doch für den Slowenen wurde es ein zweiter Geburtstag. Seinen Kollegen von 24ur.com gab er jetzt im Spital in Laibach ein berührendes Interview, das mit dem Statement beginnt: „Ich habe mich schnell mit dem abgefunden, was passiert ist, ich kann das nicht ändern und mein Fokus liegt auf der Reha.“ Unzählige OPs waren und sind notwendig – Hautransplantationen, Fingerrekonstruktion und noch viel mehr.

Verbrannt. Die Verletzungen sind unfassbar – Finger, Arm, beide Knie und Wirbel gebrochen, 40 Prozent der Haut 3. Grades verbrannt, innere Blutungen, ein Monat Koma „mit Halluzinationen und allerlei Unsinn, dass ich entführt wurde“, dann das Aufwachen mit schwarzen Fingern und einem Loch in der Luftröhre: „Der Chefarzt kam und fragte, ob ich weiß, was passiert sei. Ich hatte keine Ahnung.“

Flying Bulls: Jetzt spricht Überlebender
© Roland Kopt
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„Das Letzte, woran ich mich erinnere: Wir flogen in Formation, dann plötzlich Dunkelheit. Das Einzige, was in meinem Kopf übrig blieb, ist der Schrei des Piloten.“ Miro Majcen wurde 50 Meter vom Wrack entferntgefunden, er kroch herum und soll sogar mit den Ersthelfern geredet haben – was ebenfalls alles im Blackout vergraben ist.

Ob er je wieder fliegen wird? Ja. Einen, die Überstellung von Tschechien ins Spital nach Slowenien, hat er schon hinter sich. Aber: Kunstflüge wird der Mittvierziger in Zukunft eher aufgeben. „Weil ich weiß, dass ich keinen weiteren Lottogewinn bekommen werde.“

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