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Betten am Gang

Skandal: Wiens Spitäler völlig überfüllt

Weil viel zu viele Ärzte urlauben, herrscht am Höhepunkt der Grippewelle Chaos pur.

Sonja Wehsely ist die bisher letzte einer langen Reihe von Gesundheitsstadträten, die erklärte, dass „Gangbetten in Spitälern der Vergangenheit angehören sollten“.

Die Realität am Mittwoch dieser Woche: massenweise Gangbetten in den Wiener Spitälern, allein im Wilhelminenspital und im SMZ Ost fand ÖSTERREICH fast zwei Dutzend Menschen, die in Gangbetten dahinvegetieren. Keine Spur davon, dass „Menschenwürde“, wie sie etwa Ärztekammer-Chef Thomas Szekeres einfordert, in die Spitäler einkehrt. Im Gegenteil: In der Stellungnahme des Krankenanstaltenverbunds gegenüber ÖSTERREICH wird zugegeben, dass „die Situation angespannt ist, weil es eine aktuelle Grippewelle gibt, viele niedergelassene Ärzte auf Urlaub sind und es mehr ältere Patienten mit höherem Behandlungsbedarf gibt“.

KAV holt jetzt Mediziner aus dem Urlaub zurück

Man tue wirklich alles, um die Zahl der Gangbetten gering zu halten. Sogar Mitarbeiter würden aus dem Urlaub zurückgeholt. „Welcher Manager hat diese Urlaube angesichts der ,völlig überraschenden‘ alljährlichen Grippewelle überhaupt genehmigt? Wie konnte der stadteigene Grippe-Meldedienst Wehselys die Welle verschlafen?“, fragt sich FPÖ-Stadtrat Toni Mahdalik: „Die Verantwortung liegt bei Wehsely. Häupl soll sie rasch abziehen.“

© Anton Mahdalik
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Quelle: privat

Und ÖVP-Chef Gernot Blümel pocht auf eine Sonderprüfung der Gangbetten durch den Stadtrechnungshof. Josef Galley



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