Polizeischild

Messer am Tatort gefunden

Mordverdacht in Tirol: Weiter Suche nach Zeugen

Im Fall eines 34-jährigen toten Somalier tappt die Polizei weiterhin im Dunkeln. Derzeit wird nach weiteren Zeugen gesucht. 

Innsbruck (APA) - Im Fall eines 34-jährigen Somaliers, der in der Nacht auf Sonntag von Passanten am Innsbrucker Schusterbergweg schwer verletzt aufgefunden worden war, tappen die Ermittler weiter im Dunkeln. Die Einvernahme des Opfers sei für Dienstagnachmittag anvisiert, informierte die Polizei die APA am Dienstag. Am Vortag war ein Messer nahe des Tatorts gefunden worden. Ob es sich dabei um die Tatwaffe handelt, war weiter unklar. Auch die Suche nach Zeugen hielt an.

Mordversuch nicht ausgeschlossen 

Am Montag wurde ein potenzieller Zeuge einvernommen. Der Mann sei "im Drogenmilieu und schwerer Alkoholiker", sagte Polizeisprecher Stefan Eder. Er konnte "keine zweckdienlichen Hinweise zum Tatgeschehen liefern". Bis dato haben die Ermittler noch keinen Hinweis auf den oder die Täter, ein Mordversuch wurde vorerst nicht ausgeschlossen.

Stichwunde am Bauch 

Passanten hatten den schwer verletzten Mann am Samstagabend nahe einer Innsbrucker Notschlafstelle gefunden und sofort die Rettungskette in Gang gesetzt. Der 34-Jährige war nach der Erstversorgung in die Klinik Innsbruck eingeliefert worden, wo eine Stichwunde im Bauch entdeckt wurde. Sein Zustand stabilisierte sich nach einer Notoperation rasch, er konnte bereits am Sonntag auf die Normalstation verlegt werden. Die von Montag auf Dienstag verschobene Einvernahme des Mannes gestalte sich allerdings schwierig, weil auch ein Dolmetscher hinzugezogen werden müsse, hieß es. Dieser reise eigens aus Salzburg nach Innsbruck an, schrieb der ORF Tirol am Montag.



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