Lisa-Maria Kellermayr Porträt

chronik

Tod von Kellermayr: Der Hass geht weiter

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Kaum zu glauben: Jetzt wurde Ort der Erinnerung mutwillig zerstört. 

Der viel zu frühe Tod von Ärztin Lisa-Maria Kellermayr (36) bewegt ganz Europa. Die Medizinerin nahm sich das Leben, nachdem sie monatelang von Covid-Leugnern und Hasspostern bedroht worden ist. Der Hass geht immer weiter: Am Samstag wurde in Wien ihre Gedenkstätte zerstört. Hunderte Briefe, Kerzen und Blumen erinnerten vor dem Stephansdom an die Ärztin, bevor eine Frau sie um 6 Uhr zertrampelte.

Streit über beste Lösung: ÖVP gegen Grüne

Wien. Die Politik ringt weiter um Lösungen nach dem tragischen Todesfall. Seit dem Wochenende werden Stimmen laut, wonach es eine eigene Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Hass im Netz geben soll. Zuerst zeigte sich VP-Verfassungsministerin Karoline Edtstadler gesprächsbereit. Am Sonntag forderte VP-Generalsekretärin Laura Sachslehner deutlich eine solche Einrichtung. Diese Thematik dürfe nicht stiefmütterlich behandelt werden: "Ministerin Zadić muss rasch aktiv werden und die Justiz zukunftsfit machen", sagte sie.

Die grüne Justizministerin Alma Zadić kündigte zuvor allerdings mehr Ressourcen für Polizei und Staatsanwaltschaft als Lösung an. Sie verwies darauf, dass die Justiz bereits Kompetenzstellen für Cybercrime bei den Staatsanwaltschaften in Wien und Graz eingerichtet habe.

Auch die Oppositionsparteien Neos und FPÖ sind für eine Stärkung der bestehenden Staatsanwaltschaften.

Entscheidungen werden wohl noch länger dauern. 

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