Vorwurf der sexuellen Belästigung bei ASFINAG

Wirbel um Vorstand

Vorwurf der sexuellen Belästigung bei ASFINAG

Der Vorfall war im Mai 2014. Aufsichtsrat lässt die Vorwürfe jetzt untersuchen.

Wien. Bei der staatlichen Autobahngesellschaft Asfinag fliegen die Fetzen. Eine Woche nach Bekanntgabe des vorzeitigen Abgangs von Vorstandsdirektorin Karin Zipperer (sie saß auf einem SPÖ-Ticket) hat ihr Vorstandskollege aus dem ÖVP-Lager, Klaus Schierhackl, einen üblen Vorwurf am Hals: Er soll im Mai 2014 eine Mitarbeiterin mit einer anstößigen Aussage sexuell belästigt haben. Sie fordert jetzt mithilfe der Arbeiterkammer Schadenersatz. Schierhackl weist den Vorwurf zurück und vermutet eine interne Intrige nach seinen Differenzen mit Zipperer: „Das ist jetzt die Retourkutsche“, so Schierhackl zu ÖSTERREICH. Worum es damals ging? Eine witzige Äußerung in einem Gespräch, mehr nicht, sagt Schierhackl. Die betroffene Mitarbeiterin spricht gegenüber ÖSTERREICH von einer „sehr, sehr unangenehmen Bemerkung, definitiv kein Witz“.

Untersuchungskommission eingesetzt

Aus der Asfinag hieß es zur APA, dass der Aufsichtsrat die Einsetzung einer Untersuchungskommission beschlossen hat. Unter Beiziehung externer Experten - Juristen, Psychologen und Mediatoren - solle der Vorwurf geklärt werden.

Besonders brisant: Bei der betroffenen Mitarbeiterin handelt es sich laut ÖSTERREICH-Informationen um eine Mitarbeiterin des Sprechers. 
 
Weiter heißt es demnach: "Auftrag der Kommission ist sowohl die Aufklärung des gegenständlichen Vorfalles, wie auch die erweiterte Untersuchung des Zeitraums bis zum heutigen Tag. Verkehrsminister Norbert Hofer begrüßt die beschlossene Vorgangsweise des Aufsichtsrates als klar und entschlossen."


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