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Richtwert überschritten

Bakterien-Alarm im Strandbad Alte Donau

Wiens Naturbadewässer haben Topwerte – mit zwei bedenklichen Ausnahmen.

Donaustadt. Die Wasserqualität aller 17 Messstellen bei Wiens Naturbadestränden ist fast durchwegs ausgezeichnet – sowohl bei der Gesamtqualität, der Zahl der E-coli-Bakterien als auch bei der Sichttiefe gibt es Bestnoten. An der Unteren Alten Donau sieht man sogar bis in 3,4 Meter Tiefe.

Enterokokken-Wert in Alter Donau viel zu hoch

Alarm. Nur an zwei Messstellen gibt es laut den letzten verfügbaren Daten von Wasserentnahmen vom 17. Mai zu Beginn der Badesaison ein echtes Problem:

Der Enterokokken-Wert im Angelibad liegt bei 143 koloniebildenden Einheiten pro Milliliter, und im Strandbad Alte Donau liegt er sogar bei alarmierenden 234 Enterokokken pro Milliliter. Unter dem Strich bedeutet das laut EU-Badewasserrichtlinien zwar noch die Gesamtnote „Gut“ bei der Belastung mit den Bakterien, die im Darm von Menschen und Tieren vorkommen und über Fäkalien eingetragen werden.

Das „Gut“ heißt freilich nur, dass man unterhalb des Belastungsgrenzwerts von 400 Einheiten pro Milliliter liegt, dessen Überschreitung eine sofortige Sperre für den Badebetrieb nach sich ziehen würde.

Im Falle des Strandbads Alte Donau ist damit aber der Richtwert für hochqualitatives Badewasser – er liegt bei 100 Bakterieneinheiten – um das 2,34-fache überschritten. Zum Vergleich: Am Mühlwasser, beim Gänsehäufel oder bei der Reichsbrücke an der Neuen Donau liegt der Enterokokken-Wert bei 15.

Lebensgefahr durch Herzklappen-Entzündung

Im Trinkwasser dürfen laut der Gesundheitsagentur AGES diese Bakterien gar nicht vorkommen – hier ist der Grenzwert null.

Kein Wunder, lösen Enterokokken doch Harnwegs- und Eileiterinfektionen sowie Bauchfellentzündungen aus – im schlimmsten Fall sogar lebensbedroh­liche Entzündungen der Herzklappen.



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