"Letzte Generation" will täglich Verkehr
Klebe-Monat Mai: Klima-Kleber starten heute "größte Protestaktion"
Autofahrer in Wien können sich auf etwas gefasst machen: "Wir planen für zumindest drei Wochen jeden Tag eine Aktion, vielleicht geht sich auch eine vierte Woche aus", kündigte der Sprecher der Aktivisten Florian Wagner an. Nicht nur das: Es sei sogar die größte Protestaktion der "Letzten Generation" bisher.
Die Aktionen werden zum überwiegenden Teil wieder dem bereits bekannten Muster folgen: Die Aktivistinnen und Aktivisten wollen sich an Werktagen in der Früh an Straßen festkleben, um so den Verkehr möglichst nachhaltig zu stören.
„Mit den Aktionen erregen wir aber auch Aufmerksamkeit, wodurch sich wieder mehr Personen bei uns melden, die mitmachen wollen", erklärte der Sprecher der "Letzten Generation".
Harter Kern stark gewachsen
Der harte Kern der Gruppe, der das entsprechende Ausbildungsmodul durchlaufen hat, um sich auf die Straße kleben zu können und dann den restlichen Tag im Polizeianhaltezentrum zu verbringen, ist mittlerweile von 80 auf 200 angewachsen. Doch auch abseits davon ortet die "Letzte Generation" einen enormen Zuspruch. "Wir kommen gar nicht mehr nach", sagte Wagner.
Krumpeck sitzt Haftstrafe ab
Das wohl bekannteste Mitglied der Gruppe, die Mitbegründerin Martha Krumpeck, wird beim Anfang der Welle nicht mitmachen können. Sie klebt nicht auf der Straße fest, sondern hinter Gittern. Krumpeck sitzt seit Ende April eine zweiwöchige Ersatzfreiheitsstrafe für nicht bezahlte Verwaltungsstrafen ab. "Sie wird später dazukommen", sagte Wagner.
Die "Letzte Generation" ist ein Zusammenschluss von Aktivistinnen und Aktivisten mit dem Ziel, mit zivilem Protest mehr Maßnahmen der Politik gegen die Klimakrise zu erwirken. "Wir sind die erste Generation, die die Folgen der Klimakrise spürt - und gleichzeitig die letzte Generation, die noch etwas tun kann", heißt es in der Eigendefinition der Gruppe.
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