Kahraman

Eifersuchts-Mord

Kahraman-Mörder verfolgte Frau mit Peilsender

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Nach dem Eifersuchts-Mord in Wien-Simmering kommen immer mehr schockierende Details ans Tageslicht. 

Große Betroffenheit nach dem blutigen Eifersuchts-Drama um die ehemaligen besten Freunde Volkan Kahraman (†43) und Orhan S. (†46) . Die beiden verbindet eine jahrzehntelange Freundschaft, beide gebürtige Österreicher mit türkischen Wurzeln – Musterbeispiele für Integration und gut situiert. Doch die Freundschaft zerbrach letztendlich blutig – mutmaßlich wegen einer Frau.

Orhan S. vermutete eine Affäre zwischen Volkan Kahraman und seiner Gattin. Er soll laut Angehörigen einen GPS-Tracker am Auto seiner Frau installiert haben. Vor drei Wochen soll er sie dann verfolgt und dabei erwischt haben, wie sie und der Ex-Kicker ein Hotel verließen. 

Ehefrau soll Affäre zugegeben haben

Zu Hause soll der 43-Jährige, der eine Installateur-Firma betrieb und zwei Kinder hat, seine Frau damit konfrontiert haben. Die Ehefrau soll zugegeben haben, dass sie seit vier Jahren eine Affäre mit Volkan habe, heißt es aus der Familie des Täters. An diese Version der Geschichte glaubt die Familie des Opfers aber nicht. „Volkan hatte niemals eine Affäre mit der Frau seines Freundes“, sagt ein Angehöriger. 

Jedenfalls war der Mord an Kaharaman scheinbar kaltblütig geplant: Am Tattag traf Orhan S. seinen Neffen und übergab ihm einen Abschiedsbrief. Danach verabredete er sich mit dem ehemaligen ÖVP-Bezirksrat im Cafe La Strada zur finalen Aussprache – mit der Pistole im Gepäck.
Das Gespräch dürfte rasch emotional geworden sein, die beiden gingen vor die Tür, wo dann um 11.40 Uhr die tödlichen Schüsse fielen. Orhan S. schoss zunächst in den Kopf des Ex-Fußballers und richtete sich dann selbst hin.

Während die Polizei mit der Spurensicherung beschäftigt war, gerieten beide Familien aneinander.

Die Worte die Mordopfer Volkan Kahraman in seinem Wahlkampf für die ÖVP bei der Nationalratswahl 2017 gebraucht hat, klingen nach den Ereignissen besonders tragisch: „Ich will in meiner Heimat einen neuen Geist entfachen, der ohne Vorurteile und Ausgrenzungen für ein neues, friedliches Zusammenleben steht.“ 

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