Die Herrengasse in Graz am ersten Tag des erneuten Lockdowns in Österreich

Bewegung in Wien sank am meisten

Lockdown: Bis zu 54% weniger unterwegs

Eine Auswertung von Drei zeigt: Lockdown wirkt weniger stark als vor einem Jahr. 

Wien. Seit Montag vor einer Woche ist Österreich in einem harten Lockdown. Ziel: Kontakte zwischen Menschen aus unterschiedlichen Haushalten sollen dadurch um ein Drittel reduziert werden, damit die Covid-Infektionen absinken. Hintergrund: Die Intensivstationen der Spitäler sind am Limit.

Analyse. Doch wie sehr wirkt dieser Lockdown? Jetzt gibt es eine detaillierte Studie: Mobilfunker Drei untersuchte – völlig anonym – die Bewegung seiner Kunden.

Im Burgenland nur 18 % weniger auf den Straßen 

Schnitt. Im Schnitt bewegen sich um 37 % weniger Menschen auf den großen Einkaufsstraßen des Landes. Auf den Bahnhöfen gibt es 26 % weniger Passagiere und in die Schulen (HTLs) kommen um 19 % weniger Jugendliche. Am meisten bremst sich das öffentliche Leben in Wien ein. Auf den Einkaufsstraßen sind in Wien um 54 % weniger Menschen unterwegs. Auf dem anderen Ende der Skala liegt das Burgenland mit nur –18 %.

Skurril: Vor zwei Wochen – im Lockdown nur für Ungeimpfte – erhöhte sich auf den meisten Einkaufsstraßen das Personenaufkommen. Am meisten in Innsbruck mit +9 %. Rudolf Schrefl, Drei-Boss: „Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Effekt sicherlich verringert.“

Züge & Klassen. Auf den Bahnhöfen verringerte sich die Passagierzahl auch am stärksten in Wien (–39 %), am wenigsten im Burgenland (–43 %). Schüler halten sich in Villach und Wien (–28 %) am meisten an den Regierungs-Appell zu Hause zu bleiben.

Vergleich. Eines ist deutlich: Der Lockdown wird nicht so streng genommen wie vor einem Jahr. Damals waren auf der Wiener Kärntner Straße um 84 % weniger Menschen unterwegs. 

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Bahnhöfe: In Wien um 39% weniger Reisende

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