Bohrn Mena

Konzerne sind Nutznießer

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Ein Kommentar von Sebastian Bohrn Mena zur EU-Wahl.

Die Wahlen zum Europäischen Parlament werden richtungsweisend, sind extrem bedeutsam und können alles verändern -oder nicht? Nein, eher nicht. Dabei wäre das dringend notwendig, denn die EU ist zwar ein erfolgreiches Friedensprojekt, aber die Nutznießer sind immer weniger die Menschen und immer mehr die Konzerne. Für die multinationalen und milliardenschweren Konstrukte ist die EU ein toller Rahmen, für Arbeitende eher weniger. Auf den europäischen Feldern und in Fabriken schuften Migranten zu Dumpinglöhnen, durch Schlupflöcher und allerlei Tricks der Konzerne gehen uns allen 1.000 Milliarden Euro (!) an Steuereinnahmen jedes Jahr verloren. Das ist kein Zufall, sondern hat System. Und genau dieses müsste grundlegend reformiert werden, wonach es derzeit aber nicht aussieht. Die EU müsste auch eine Sozialunion sein, die solidarisch nach innen und wehrhaft nach außen ist. Die sich selbst mehr ernstnimmt und nicht weiter importiert, was bei uns längst verboten ist -Kinderarbeit, Naturzerstörung oder moderne Sklaverei zum Beispiel. Ja, ich bin Anhänger eines geeinten Europas und glaube auch, wir brauchen mehr davon. Aber so, dass endlich auch die Menschen wieder davon profitieren.

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