Serbe zu zwölf Jahren Haft verurteilt

Nach brutalem Banküberfall in Salzburg

Serbe zu zwölf Jahren Haft verurteilt

In bereits dritter Instanz wurde der Bankräuber zu zwölf Jahren Haft verurteilt.

Am Landesgericht Salzburg ist am Donnerstag ein 40-Jähriger bei einem wiederaufgerollten Prozess wegen eines brutalen Banküberfalls in der Stadt Salzburg erneut zu zwölf Jahren unbedingter Haft verurteilt worden. Der Serbe soll am 23. April 2018 den damaligen Leiter einer BAWAG-PSK-Filiale mit zwei unbekannten Komplizen überfallen und gefesselt haben. Er wurde bereits im Juni 2020 zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Das Urteil wurde aber aufgrund eines Formalfehlers aufgehoben.

Heute ging es um die Frage, ob das Opfer wegen einer attestierten, eingeschränkten Berufsfähigkeit schwere Dauerfolgen bis zur Pension erlitten hatte. Der Angeklagte wurde am Nachmittag von dem Schwurgericht wegen schweren Raubes verurteilt, die angeklagten schweren Dauerfolgen nahmen die Geschworenen aber nicht an. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der Verteidiger meldete Strafberufung an, der Staatsanwalt gab keine Erklärung ab.

Perfide geplante Tat 

Bei dem Überfall hatte der damals 57-jährige Postangestellte Todesängste erlitten, wie er danach schilderte. Drei Männer brachen in den frühen Morgenstunden über den Hinterhof der Bank in das Gebäude ein und warteten, bis der Angestellte seinen Dienst antrat und die Alarmanlage deaktiviert hatte. Dann drückten sie ihn zu Boden, zogen ihm seine Jacke über den Kopf und fesselten ihn mit Kabelbindern an Händen und Füßen.

Während einer der Täter mit den Schlüsseln des Mannes den Tresor öffnete, wurde ihm mehrfach eine Schusswaffe an den Kopf gesetzt. Der Angestellte musste dann auch noch ein Schließfach öffnen. Die Räuber entkamen mit rund 43.500 Euro und 40 Goldmünzen im Wert von rund 5.000 Euro.

Der gefesselte Filialleiter konnte sich selbst befreien. Er wurde zunächst von einem Kriseninterventionsteam betreut. Danach musste er sich in psychologische und psychiatrische Behandlung begeben. Auch heute noch muss er wegen der attestierten Traumafolgestörung Medikamente einnehmen.



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