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»Hüpfen veborten« - Medaillen-Pfusch
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Selbst die Trophäen hielten nicht jedem Jubel stand. Nach ihrem historischen Abfahrts-Gold verlor Breezy Johnson beim Feiern plötzlich ihre Medaille – sie löste sich vom Band, fiel zu Boden, ein Stück brach ab. Auch Jackie Wiles und Eiskunstläuferin Alysa Liu meldeten beschädigtes Edelmetall. Im Athletendorf machte schnell ein scherzhafter Rat die Runde: „Nicht darin springen.“ Kein Wunder – die Medaillen wiegen zwischen 420 und 506 Gramm. Sogar Dreifach-Medaillengewinner Johannes Lamparter unterzog sein Edelmetall dem inoffiziellen „Sprung-Test“. Ergebnis: nicht bestanden. Der 24-Jährige nahm es mit Humor – und flickte seine Medaille kurzerhand selbst wieder zusammen.
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Der Olympia-Fremdgeher
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Sportlich holte Sturla Holm Lægreid Bronze – emotional schoss er sich danach allerdings selbst ins Knie. Vor sechs Monaten habe er „die Frau fürs Leben“ kennengelernt, erzählte der Biathlet nach der Medaillenzeremonie überraschend offen. Drei Monate später folgte jedoch ein Seitensprung. Eine Woche vor Olympia beichtete er alles – die Freundin reagierte prompt und trennte sich. Es sei „die schlimmste Woche seines Lebens“ gewesen, so Lægreid. Statt nur über Trefferquoten zu sprechen, nutzte er die TV-Kameras für ein sehr persönliches Comeback-Manöver. Mit sichtbarer Reue hoffte er auf eine zweite Chance: Wenn ihm dieses öffentliche Geständnis auch nur eine „winzige Möglichkeit“ gebe, ihr seine Liebe zu zeigen, nehme er den „sozialen Selbstmord live im Fernsehen“ in Kauf. Ob diese Mischung aus Bronzeglanz und Liebesdrama das Herz seiner Ex wieder erwärmt? Sagen wir so: Die Trefferquote bei Gefühls-Comebacks ist erfahrungsgemäß niedriger als am Schießstand.
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»Fuck off« - Das Curling Boop-Gate
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Es ist der Aufreger dieser Spiele – und er spielt sich ausgerechnet im Curling ab, jener Sportart, die sonst eher für Besen als für Beleidigungen bekannt ist. Kanada trifft auf Schweden, die Stimmung ist olympisch aufgeheizt. In der Schlussphase beugt sich Oskar Eriksson leicht nach vorne – und legt seinem Gegenüber Marc Kennedy nahe, da sei doch etwas nicht ganz sauber gelaufen. Genauer: Eine nachträgliche Berührung des Steins. Ein kleiner Finger, ein großer Vorwurf - das Boop-Gate nimmt seinen Lauf. Kennedy reagiert alles andere als cool. „Wer macht das? Wer? Ich habe das kein einziges Mal gemacht. Fuck off!“, fährt er seinen Kontrahenten an. Eriksson bleibt bemerkenswert entspannt und kontert trocken: „Ich zeige dir nach dem Spiel das Video.“ Und tatsächlich: Der Videobeweis kennt keine Emotionen. Zu sehen ist, wie Kennedy den Stein nach dem Loslassen noch minimal mit dem Finger touchiert. Millimeterarbeit – aber eben regelwidrig. So wurde aus einem sanften Gleiten über das Eis ein handfester Eklat. Curling kann eben doch mehr als nur wischen.
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Tierisches Fotofinish
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Da rieben sich selbst die TV-Kommentatoren die Augen: Mitten in der Qualifikation zum olympischen Sprint tauchte plötzlich ein zusätzlicher „Teilnehmer“ auf – allerdings auf vier Pfoten. Während die Athletinnen im Teamsprint alles aus sich herausholten, betrat ein grauer Hund seelenruhig die Zielgerade. Als Nahiara Diaz Gonzalez ins Ziel lief, trottete der Vierbeiner noch neugierig am Rand entlang, schnupperte hier, schaute dort – offenbar ebenfalls auf der Suche nach seiner Bestzeit. Doch dann packte ihn der Ehrgeiz. Als Tena Hadzic und Konstantina Charalampidou auf die letzten Meter einbogen, setzte auch der Hund zum Endspurt an. Kein Startnummern-Leibchen, keine Akkreditierung – aber dafür eine beeindruckende Sprintbereitschaft. Das Publikum lachte, die Läuferinnen blieben konzentriert, und der tierische Gast wurde wenig später wieder eingefangen. Medaillenambitionen hatte er keine – aber den wohl sympathischsten Auftritt des Tages.
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Minion-Zoff auf Eis
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Beinahe wäre aus der Olympia-Kür ein stiller Auftritt geworden. Nicht wegen eines Sturzes – sondern wegen der Musik. Tomàs-Llorenç Guarino Sabaté stand kurz vor seinem Debüt bei den Winterspielen – und plötzlich ohne Soundtrack da. Der Spanier hatte sein Kurzprogramm monatelang auf einen Mix aus dem „Minions“-Universum zugeschnitten. Doch wenige Tage vor dem Start kam die Hiobsbotschaft: Probleme bei der Rechtefreigabe. Im Eiskunstlauf, wo jeder Takt mit jeder Pirouette verzahnt ist, gleicht so etwas einem doppelten Axel ohne Eis. Guarino Sabaté wandte sich an seine Follower – und das Internet tat, was es am besten kann: Druck machen. Mit Erfolg. Kurz darauf die Kehrtwende: Universal Studios erteilte für diesen besonderen Anlass doch noch die Freigabe. Der 26-Jährige zeigte sich erleichtert und bedankte sich bei seinen Unterstützern - ein Happy End mit Soundtrack.
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Olympia-König liebt das Gamebling
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Sportlich schrieb Johannes Høsflot Klæbo in Mailand/Cortina Geschichte: Mit mittlerweile zehn Goldmedaillen insgesamt ist er der erfolgreichste Winter-Olympionike aller Zeiten. Auf der Loipe unschlagbar – doch abseits davon hatte er ein ganz anderes Problem. Nicht die Ski streikten. Sondern das WLAN. Denn Klæbo ist bekennender Gaming-Fan. Und wer glaubt, ein paar Runden am Handy würden ihm reichen, unterschätzt den Norweger gewaltig. Bildschirm und Konsole reisen bei ihm stets mit. Nur spielte das Internet im Hotel nicht mit. Die Konsequenz? Klæbo packte seine Hardware zusammen und zog kurzerhand zu seinem Trainer um, wo das Netz stabiler war. Das teilte er locker via Snapchat mit. Manche jagen Medaillen, andere Highscores. Klæbo schafft beides – vorausgesetzt, die Verbindung steht
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Olympia_Kondome.jpg
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Olympia ohne Kondome? Unvorstellbar. Seit 1988 gehört die Gratis-Verteilung im Olympischen Dorf so fix zum Programm wie die Eröffnungsfeier. Auch diesmal wurden wieder rund 10.000 Stück ausgegeben – offiziell natürlich zur Prävention und zum Schutz der Athletinnen und Athleten. Nur: Offenbar trainieren manche nicht nur für Medaillen auf Höchstniveau. Pünktlich zum Valentinstag wurde bekannt, dass der Vorrat schneller schmolz als das Eis in der Curling-Halle. Das Organisationskomitee reagierte prompt und bestellte neue Ladungen – selbstverständlich stilecht mit Olympia-Logo versehen. So zeigt sich einmal mehr: Im Olympischen Dorf geht es nicht nur um Gold, Silber und Bronze – sondern auch um Verantwortung. Und offensichtlich um Ausdauer.
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Penis-Gate & Schuh-Ärger
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Der Norwegen-Skandal bei der Heim-WM 2025 hallt noch immer nach – manipulierte Anzüge hatten das Vertrauen in Maßband und Material erschüttert. Nun sorgt das nächste Kapitel für Gesprächsstoff: das sogenannte „Penis-Gate“. Was zunächst wie eine absurde Schlagzeile klang, beschäftigt inzwischen Funktionäre und Verbände. Hintergrund sind die 3D-Scans vor der Saison. Dabei wird unter anderem das Schrittmaß am tiefsten Punkt des Genitalbereichs ermittelt. Dieser Wert bestimmt die maximal erlaubte Anzuggröße – und damit die Stofffläche. Mehr Material kann im Idealfall mehr Auftrieb bedeuten. Berichte über mögliche „Nachhilfe“ mit Hyaluronsäure machten die Runde, offiziell bestätigt ist allerdings nichts. Bei den Spielen in Predazzo traf es Daniel Tschofenig übrigens nicht wegen fragwürdiger Vermessung, sondern wegen einer unzulässigen Schuhgröße. Das zeigt: Im Skispringen entscheidet jeder Zentimeter – beim Absprung ebenso wie beim Abmessen.
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Silber für Österreich...12 Jahre zu spät
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Manchmal dauert Gerechtigkeit eben länger als ein Biathlon-Wettkampf. Viele Jahre nach dem Auffliegen des russischen Staatsdopingskandals durften sich Österreichs Biathleten nun doch noch über olympisches Edelmetall freuen – wenn auch mit ordentlich Verspätung. Christoph Sumann rückte im Massenstart von Vancouver 2010 vom undankbaren vierten Platz auf Bronze vor. Statt Zieleinlauf gab es diesmal eine feierliche Nachreichung – ohne Puls 180, aber mit Genugtuung. Noch bitterer war die Geschichte der Staffel von Sotschi 2014: Sumann, Daniel Mesotitsch, Dominik Landertinger und Simon Eder standen damals hinter Russland auf Rang zwei. Nach jahrelangen Verfahren wurde das russische Team disqualifiziert – Silber für Österreich. Auch Deutschland profitierte: Die ursprünglich zweitplatzierten Deutschen rückten auf Gold vor und bekamen ihre Medaillen nun bei den Olympic Winter Games Milan Cortina 2026 überreicht. Zwölf Jahre später, andere Bühne, andere Emotionen. Aber wie heißt es so schön? Lieber verspätetes Edelmetall als gar keines.
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Snoop ist der heimliche Olympia-Star
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Was wären Olympische Spiele ohne ihren wohl schillerndsten Edelfan? Snoop Dogg sorgte auch bei den Winterspielen 2026 für beste Stimmung – und übernahm diesmal sogar eine offizielle Rolle: Als erster Ehren-Trainer in der Geschichte des US-Teams mischte er sich unter Athleten und Coaches. Ob beim Curling, auf Skiern oder im Bob – der 54-Jährige war sich für keinen Spaß zu schade. Und ganz nebenbei setzte er mit seinen gewohnt „dezenten“ Outfits wieder modische Ausrufezeichen. Olympia kann eben auch Entertainment.
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