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157 Austro-Soldaten sind unter Beschuss

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Unifil – so heißt die 10.250 Soldaten starke Blauhelmmission der Vereinten Nationen im Libanon, direkt an der Grenze zu Israel.

Das Österreichische Bundesheer ist dort mit 157 Soldaten vertreten. „Wir stellen die Camp-Feuerwehr und sind für schwere Transporte zuständig“, sagt Bundesheersprecher Oberst ­Michael Bauer zu ÖSTERREICH. Die Soldaten sind meist für sechs Monate vor Ort.

Brenzlige Lage an der Grenze. In den letzten Tagen standen die österreichischen Soldaten mehrmals unter Artilleriebeschuss. „Nicht zum ersten Mal“, sagt Oberst Bauer. „Die Soldaten können sich in Sheltern schützen.“

Der Beschuss dürfte freilich nicht gezielt gegen die UN-Truppen gerichtet sein – doch seit dem Terroranschlag auf Israel ist die Lage an der Grenze brenzlig.
Nach wiederholten Angriffen der proiranischen Hisbollah-Miliz aus dem Südlibanon auf Israel sollen Orte in bis zu zwei Kilometer Entfernung zum Grenzgebiet evakuiert werden. Laut Israels Verteidigungsministers Joav Galant werden die Einwohner „auf Staatskosten in Sicherheit gebracht“.

Die Österreicher und die anderen Blauhelmsoldaten halten die Stellung. Seit 2011 beteiligt sich das Bundesheer an dem Einsatz, der nun schon seit mehr als 40 Jahren läuft. Auslöser war eine Militäroffensive Israels gegen Fatah-Terroristen 1978.

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