5-Jähriger stirbt bei Raketen-Angriff auf Israel

Geschoss traf Haus

5-Jähriger stirbt bei Raketen-Angriff auf Israel

In der südisraelischen Stadt Sderot ist ein Junge durch eine Hamas-Rakete getötet worden.

Tel Aviv. Militante Palästinenser im Gazastreifen haben nach Angaben des israelischen Militärs bisher über 1.600 Raketen auf Israel abgefeuert. Seit Montagabend greift die Hamas Israel massiv an. Die israelische Armee reagiert auf den Beschuss mit dem umfangreichsten Bombardement seit dem Gaza-Krieg des Jahres 2014. Nach Angaben des israelischen Militärs starben seitdem bisher sieben Menschen in Israel, sechs Zivilisten und ein Soldat. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza starben in dem Küstengebiet 67 Menschen. 388 Menschen seien in Gaza verletzt worden.

5-Jähriger stirbt bei Raketen-Angriff auf Israel

Am Mittwoch hatte eine Rakete aus dem Gazastreifen ein mehrstöckiges Haus in der Grenzstadt Sderot getroffen und durchbrach den Luftschutzraum der Wohnung. Ein 5-jähriger Bub und seine Mutter hielten sich darin auf und wurden zunächst schwer verletzt. Die Medizinier kämpften stundenlang vergeblich um das Leben Ido Avigals (5) – der Junge starb an seinen Verletzungen. Seine Mutter wird im Krankenhaus behandelt. 

 

 

"Seine Mutter weiß es noch nicht. Sie liegt im Krankenhaus, wird beatmet. Ich weiß nicht, wie ich es ihr sagen soll", sagt Idos Vater verzweifelt gegenüber dem Nachrichtenportal "Walla". Der Vater weiter: "Über uns ist eine Katastrophe herein gebrochen! Es ist nicht zu fassen, dass wir zu einer Situation gelangt sind, in der Eltern ihre Kinder begraben müssen! Wir hoffen, dass er das letzte Opfer war."  

Premierminister Benjamin Netanjahu kondolierte der Familie und twitterte ein Foto von Ido aus seinem Kinderzimmer. Der Junge ist als ein "Ninja Turtle" verkleidet. 

 

 

Zeichen in Nahost stehen weiter auf Eskalation

Trotz internationaler Appelle für ein rasches Ende der Gewalt stehen die Zeichen in Nahost weiter auf Eskalation: Aus dem Gazastreifen wurden in der Nacht auf Donnerstag erneut Hunderte Raketen auf Israel abgefeuert, israelische Behörden untersagten die Landung von Passagierflügen am internationalen Flughafen Ben Gurion und leiteten sie zum Flughafen Ramon bei Eilat um. In mehreren israelischen Städten gab es Auseinandersetzungen zwischen jüdischen und arabischen Bewohnern.

Nach tagelangem gegenseitigen Beschuss zwischen der radikalislamischen Hamas und der israelischen Armee wächst international die Angst vor einem erneuten Krieg im Nahen Osten. In weiten Teilen Israels wurde in der Nacht auf Donnerstag Raketenalarm ausgelöst. Sirenen ertönten erstmals seit Jahren auch wieder im Norden des Landes - die Armee sprach später von "falschem Alarm". Nach Angaben von Rettungskräften wurden fünf Menschen verletzt, als ein Geschoss in einem Wohnkomplex in Petah Tikva nahe Tel Aviv einschlug.



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