IS bekennt sich zu Autobombenanschlag in Qamishli

5 IS-Kämpfer entkommen

IS bekennt sich zu Autobombenanschlag in Qamishli

Tall Abyad/Akcakale. Mitten in der türkischen Offensive in Nordsyrien sind bei der Explosion einer Autobombe in der Stadt Qamishli drei Zivilisten getötet worden.
 
Der Anschlag habe sich gegen ein Restaurant voller Zivilisten gerichtet, darunter Journalisten, die über die Offensive berichteten, teilten die kurdischen Sicherheitskräfte am Freitag mit. Neun weitere Menschen seien verletzt worden. Mindestens fünf Fahrzeuge wurden durch die Explosion komplett zerstört.
 
In Qamishli gab es in den vergangenen Monaten mehrere Autobombenanschläge, zu denen sich zumeist die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannte. Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), die Qamishli und andere Städte im Nordosten Syriens kontrolliert, hat eine zentrale Rolle im Kampf gegen die Extremistengruppe gespielt und im Frühjahr die letzte IS-Bastion am Euphrat eingenommen.
 
Trotz der Zerschlagung des IS-"Kalifats" in Syrien und dem Irak sind dort noch immer zahlreiche Schläferzellen aktiv, die immer wieder Anschläge verüben. International besteht die Sorge, dass die türkische Offensive gegen die YPG-Miliz deren Kampf gegen die Jihadisten schwächt. Insbesondere wird befürchtet, dass die tausenden IS-Anhänger in kurdischer Haft die Chance nutzen, um aus der Gefangenschaft zu entkommen.
 
Wie das kurdisch-arabische Bündnis Syrische Demokratische Kräfte (SDF) am Freitag mitteilte, soll dies bereits fünf IS-Kämpfern gelungen sein.
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