Keiner wollte Einstein-Brief haben

Startpreis bei 18.000 Euro

Keiner wollte Einstein-Brief haben

Ein Brief des weltberühmten Physikers fand bei Versteigerung keinen Abnehmer.

Ein handgeschriebener Brief des weltberühmten Physikers Albert Einstein (1879-1955) hat bei einer Versteigerung in Jerusalem keinen Abnehmer gefunden. Der Brief sei nicht verkauft worden, teilte eine Sprecherin des Auktionshauses am Dienstagabend mit.

Der Startpreis hatte bei umgerechnet gut 18.000 Euro gelegen. Der Brief werde zunächst beim Besitzer bleiben, der wieder versuchen werde, ihn zu verkaufen, sagte die Sprecherin.

Einstein wurde in Ulm geboren, musste aber als Jude vor den Nazis in die USA fliehen. Seine Schriften und seinen Besitz vererbte er der Hebräischen Universität in Jerusalem. Bereits 1921 war ihm der Physik-Nobelpreis zugesprochen worden.
 

Einstein reagiert in Schreiben auf Kritik

Den Brief in deutscher Sprache schrieb er den Angaben zufolge im Juni 1950 an den Mathematiker Ernst Gabor Straus. Straus war Assistent des genialen Physikers, mit dem er auch mehrere Arbeiten veröffentlichte. "In dem Brief reagiert Albert Einstein auf Kritik von Ernst Gabor Straus an seiner Arbeit", hatte das Auktionshaus vor der Versteigerung mitgeteilt. Das Schreiben erlaube "einen interessanten Einblick in die fortdauernde Arbeit der beiden". Einstein habe sich damals mit der einheitlichen Feldtheorie befasst, in der es um Gravitation und Elektromagnetismus gehe.

Straus wurde am 22. Februar 1922 als jüngstes von fünf Kindern einer jüdischen Familie in München geboren. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten floh die Familie 1933 ins damalige Palästina, das noch dem britischen Mandat unterstand. Nach einem kurzen Studium an der Hebräischen Universität ging Straus in die USA, von 1944 bis 1948 war er Einsteins Assistent an der Princeton University in New Jersey. 1983 starb Straus in Los Angeles.

 

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