Mali: Terror-Angriff auf Austro-Soldaten

Sturm auf Camp mit Bomben & Waffen

Mali: Terror-Angriff auf Austro-Soldaten

Nur zwei Tage vor dem Angriff auf die Östereicher wurde drei UN-Blauhelme in Mali getötet.

Der Terror-Angriff auf das Camp startete Sonntag um drei Uhr früh: „Zuerst eine Explosion, danach versuchten zwei Fahrzeuge in den Stützpunkt vorzudringen“, schildert Mayor Benjamin Rupp am Telefon ÖSTERREICH. Begleitet wurden die Kleinlaster der Terroristen von Bewaffneten auf Motorrädern. Rupp ist deutscher Presseoffizier des EU-Camps, in dem 430 europäische Soldaten stationiert sind, darunter 16 Österreicher.

Zum Glück konnte der Angriff von den Sicherheitskräften am Tor erfolgreich abgewehrt werden. Mit Maschinengewehren: „Die Attentäter hatten Faustfeuerwaffen, setzen auch Sprengstoff ein“, bestätigt Bundesheer-Sprecher Michael Bauer gegenüber ÖSTERREICH. Keiner der österreichischen Soldaten wurde verletzt: „Alle sind wohlauf“, so Bauer.

Mali ist Kriegsgebiet. Das EU-Camp liegt 50 Kilometer nordöstölich der Hauptstadt Bamako. Vor allem der Norden Malis wird von mehreren islamistischen Killergruppen kontrolliert (siehe Kasten rechts).

Drei UN-Blauhelme sind im Kugelhagel gestorben

Angriff. Der Job der Europäer in Mali ist das Ausbilden malischer Sicherheitskräfte im Kampf gegen die Terrorgruppen. Österreich war ursprünglich mit einem Sanitätskontingent im den westafrikanischen Land vertreten: „Jetzt sind es insgesamt 29 Soldaten, die beim Training der örtlichen Sicherheitskräfte helfen“, so Oberst Michael Bauer.

Neben der EU-Militäreinheit sind auch 16.000 UN-Blauhelme in Mali stationiert: Erst vor drei Tagen sind drei UN-Blauhelme aus Guinea bei einem Terror-Angriff getötet und einer verletzt worden. Ein Fahrzeug der UN-Mission wurde von aus dem Hinterhalt beschossen.K. Wendl

Mali: EU-Schutz gegen die Killer-Gruppen

  • Krieg: Mali ist eine der gefährlichsten Regionen Afrikas. Seit 2012 herrscht Krieg. Mehr als ein Dutzend Clans , lokale Milizen und Islamisten-Gruppen wollen an die Macht: Darunter ISIS, Al-Kaida, auch Boko Haram. Ursprünglich beschränkte sich der Krieg auf den Norden. Nun greift er auch auf den Süden über.
  • EU-Mission: Derzeit sind rund 650 EU-Soldaten in Mali. Kommandant ist ein Spanier. Job der Militärs: Aufbau und Ausbildung der Mali-Sicherheitskräfte. Auch 29 Österreicher sind vor Ort. Ihr Einsatz dauert jeweils sechs Monate.
  • UNO-Mission: 16.000 Blauhelme sind in Mali. Seit Beginn des Einsatzes 2013 starben 102 Soldaten.

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