Traumurlaub trotz Revolution

Hurghada

Traumurlaub trotz Revolution

Hellblaues Meer, wehende Palmen, 24 Grad: Soma Bay, 50 Kilometer südlich von Hurghada am Roten Meer.

Florian Lems aus Hurghada.

Hier, im luxuriösen Sheraton Resort, wird auch am neunten Tag der Massenproteste geurlaubt, als gäbe es keine Revolution, kein Chaos und keine Toten in Ägypten. Etwa 60 Österreicher sind derzeit hier, schätzt der steirische Hotel-Manager Franz Kielnhofer. Für sie kommt eine frühzeitige Heimreise nicht infrage.

"Als die Situation eskaliert ist, haben wir daran gedacht, nach Hause zu fliegen", sagt Michael Jüly (42) aus Bruck an der Leitha. Er sitzt mit seiner Frau Gabriele auf einem Liegestuhl am Strand. "Die Reiseleitung hat versichert, dass das Außenamt Beamte in Hurghada stationiert hat", so Gabriele Jüly (38). "Also sind wir geblieben."

Zweimal Pech
Ähnlich die Steindls aus Salzburg: Eigentlich wollte das Ehepaar nach Tunesien, hat aber wegen der dortigen Revolution umgebucht. "Ausgerechnet auf Ägypten!" – lacht Manfred Steindl. Trotz der Unruhen will er seinen zweiwöchigen Golfurlaub unbedingt fortsetzen. "Unsere Kinder rufen uns oft an, die machen sich Sorgen“, sagt der 70-Jährige.

Hotelchef Kielnhofer hofft, dass es bald eine politische Lösung in Ägypten gibt und wieder Stabilität herrscht. "Wir schauen uns die Entwicklungen laufend an, und die Hotelanlage ist gut geschützt." Auch wenn die Buchungslage für Februar düster sei, würden immer noch neue Urlauber ankommen, berichtet der Österreicher, der seit 12 Jahren in Ägypten wohnt. Einige seiner Gäste hätten sogar verlängert. "Wir sind hier sicher, das bestätigen ja die Neuankünfte", so Kieln­hofer.

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