Macron: Melania ist eine Gefangene

Nach Staatsbesuch

Macron: Melania ist eine Gefangene

Die französische Präsidentengattin hat sich in ihrer Heimat über ihre Kollegin aus den USA unterhalten.

Die französische Prèmiere Dame Brigitte Macron verbrachte in Washington beim Staatsbesuch viel Zeit mit Melania Trump und sprach nach ihrer Rückkehr nach Paris mit französischen Medien über die First Lady der USA.

Und im Gegensatz zum öffentlichen Eindruck spricht Macron davon, dass Melania eine sehr lustige Person ist und sie viel zusammen gelacht hätten. Dennoch klingt auch ein wenig Mitleid für die Frau von Donald Trump durch.

Sie sei wie eine Gefangene im Weißen Haus, soll Brigitte Macron gegenüber Pressevertretern gesagt haben. Sie könne nicht einmal ein Fenster öffnen, ohne dass der Secret Service dieses sofort wieder schließt. Frei durch die Stadt zu schlendern, so wie es Macron in Paris mache, sei für Melania nicht möglich.

Flammende Rede vor dem Kongress

Der dreitägige Staatsbesuch von Emmanuel und Brigitte Macron endete am Mittwoch mit einer flammenden Rede des französischen Präsidenten vor dem US-Kongress. Er war für die internationale Zusammenarbeit und gegen Nationalismus und somit gegen die Politik Trumps. "Die Tür zur Welt zuzuschlagen, wird die Entwicklung der Welt nicht aufhalten", sagte Macron.

Kritischer Moment in der Geschichte

Man befinde sich in einem kritischen Moment der Geschichte, sagte Macron. Es sei dringend geboten, als globale Gemeinschaft internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen oder die NATO zu schützen. "Wir können uns für Isolationismus, Rückzug und Nationalismus entscheiden. Das mag als ein vorübergehendes Mittel gegen unsere Ängste verlockend sein", sagte Macron. Man könne eine Zeit lang mit Furcht und Ängsten spielen, damit könne man aber nichts erschaffen.

Schuppen-Eklat

Trump und Macron betonten immer wieder die ausgezeichneten Beziehungen zwischen den beiden Staaten. Bei jedem Aufeinandertreffen wurden fleißig Hände geschüttelt und Komplimente ausgetauscht. Zu einer ungewöhnlichen Geste kam es am Dienstag im Weißen Haus: Als Beweis für "ihre sehr besondere Beziehung" entfernte der US-Präsident seinem französischen Kollegen bei einem Fototermin Schuppen vom Anzug. Sein Gast müsse perfekt aussehen, "er ist perfekt", sagte Trump, als er dem überraschten Macron über die Schulter wischte. Der französische Präsident bewahrte die Fassung und lächelte.

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