Killer-Virus

Erster Ebola-Kranker in Europa

Höchste Alarmstufe in Madrid: In Spezial-Container wurde Kranker ins Spital gebracht.

Der 75-jährige katholische Priester hat sich in Liberia mit der Todesseuche Ebola angesteckt.

Die Maschine mit dem Missionar landete am Donnerstag auf dem spanischen Luftwaffenstützpunkt Torrejón de Ardoz. Er ist der erste Ebola-Patient, der nach Europa ausgeflogen wurde. Zuvor wurden zwei Amerikaner in die USA gebracht.

Der Geistliche ist der erste Ebola-Infizierte in Europa:

An Bord des Airbus A310, der zu einer Quarantäne­station umgebaut wurde, befand sich auch eine Nonne aus Guinea mit spanischem Pass. Wie der Missionar hatte auch sie sich im Saint Joseph’s Hospital in Liberias Hauptstadt Monrovia infiziert. Nach der Landung wurden der Missionar und die Nonne in speziellen Transportbehältern aus Plastik in die Madrider Klinik Carlos III. gebracht. Der Konvoi wurde von Dutzenden Polizeiautos bewacht. Nichts sollte schiefgehen. Die strengsten Sicherheits- und Quarantänevorkehrungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden strikt eingehalten.

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Erster Ebola-Kranker in Europa
× Erster Ebola-Kranker in Europa

(c) EPA - Der infizierte Priester Miguel Pajares

Weltseuche
Mehr als 1.000 Menschen starben bisher in Westafrika. 1.700 haben sich infiziert. Die US-Seuchenbehörde CDC hat höchste Alarmstufe ausgerufen.

In den westafrikanischen Ländern Guinea, Liberia, Sierra Leone und Nigeria gilt bereits der Notstand. Ein wirksames Medikament gegen die Todesseuche gibt es bisher nicht. WHO-Experten beraten seit Mittwoch in Genf darüber, ob Ebola zur internationalen Krise ausgerufen werden soll.

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