EU-Gipfel: Frankreich sieht "Geburt eines neuen Europas"

Mehr Solidarität

EU-Gipfel: Frankreich sieht "Geburt eines neuen Europas"

Le Maires deutscher Kollege Olaf Scholz sprach von einem ''Wendepunkt zu einem stärkeren Europa''.

Paris/Berlin. Der französische Finanzminister Bruno Le Maire hat die Gipfeleinigung zu den EU-Finanzen überschwänglich als "Geburt eines neuen Europas" gelobt. Das beschlossene Konjunkturprogramm werde zu mehr Solidarität und einer umweltfreundlicheren Politik führen, sagte Le Maire am Dienstag dem Radiosender "France Info".
 
Le Maires deutscher Kollege Olaf Scholz sprach von einem "Wendepunkt zu einem stärkeren Europa". Die Coronavirus-Pandemie sei eine beispiellose Herausforderung, die die EU meistere, teilte Scholz am Dienstag mit. "Wir kämpfen gegen diese Krise in Solidarität und mit vereinten Kräften."
 
Deutschland und Frankreich hatten gemeinsam für ein aus 500 Milliarden Euro Zuschüssen bestehenden Corona-Wiederaufbaufonds eingesetzt. Dieser Fonds wurde auf Druck der "Sparsamen Vier", darunter Österreich, beim EU-Gipfel zusammengestutzt, doch werden weiterhin 390 Milliarden Euro als nicht-rückzahlbare Zuwendungen in die Corona-Krisenländer fließen. Mit einem Volumen von 1,8 Billionen Euro nimmt die EU damit in der kommenden Finanzperiode so viel Geld in die Hand wie noch nie zuvor, wobei erstmals auch Kredite aufgenommen werden.
 


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