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Afghanistan

Explosion bei Feier Soldaten & Taliban: 20 Tote

Begeisterter Empfang für Kämpfer in Hauptstadt Kabul.

Bei einer gemeinsamen Feier von Soldaten und Taliban-Kämpfern aus Anlass der Waffenruhe im Osten Afghanistans hat sich am heutigen Samstags eine Explosion mit mindestens 20 Toten ereignet. Ersten Berichten zufolge wurde die Explosion in der Stadt Nangarhar durch eine Autobombe ausgelöst.

Taliban-Kämpfer hatten am zweiten Tag des Waffenstillstandes auch die Hauptstadt Kabul besucht - unbewaffnet und begeistert begrüßt von Bewohnern. Ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur sah zahlreiche Kämpfer im Stadtteil Kot-e Sangi. "Wir sind hier für den Frieden", sagte einer. "Wir sind heute gegen niemanden. Das ist die Zeit für Frieden." Anwohner sangen "Gott ist groß" und unterhielten sich strahlend mit den Besuchern.

Innenminister Wais Ahmad Barmak traf in einer außergewöhnlichen Aktion offenbar ebenfalls mit Taliban zusammen. Medien wie Tolo TV und Ariana News zeigten Bilder des Ministers in einer Gruppe von angeblichen Talibankämpfern im Kabuler Stadtteil Kompani. Eine offizielle Bestätigung des Treffens gab es aber zunächst nicht.

Waffenstillstand mit Taliban verlängert

Die afghanische Regierung hat den Waffenstillstand mit den Taliban verlängert. Dies teilte Präsident Ashraf Ghani am Samstag, dem zweiten Tag des Waffenstillstandes, in Kabul mit. Zuvor war es im ganzen Land zu Verbrüderungen zwischen Soldaten und unbewaffneten Taliban-Kämpfern und Freudenfeiern gekommen. Ghani gab auch eine Amnestie für die Taliban bekannt. 46 Gefangene seien freigelassen worden.
 
Angehörige der radikalislamischen Miliz würden von nun an staatliche Zuwendungen "wie alle Zivilisten" erhalten, sagte Ghani. Er nannte auch keine Befristung für den Waffenstillstand. Dass der Friedensprozess prekär ist, zeigte sich in der ostafghanischen Provinz Nangarhar. Dort starben 20 Menschen bei einem Autobombenanschlag auf ein Friedenstreffen von Taliban, Sicherheitskräften und Zivilisten. Wer hinter der Tat steckte, blieb unklar. Dezidiert vom zum Ende des Fastenmonats Ramadan verkündeten Waffenstillstand ausgenommen ist die Terrormiliz "Islamischer Staat", die in Nangarhar ihre Hochburg hat.


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