Flucht vor dem Monster-Hurrikan

ÖSTERREICH-Report aus Hurrikan-Zone

Flucht vor dem Monster-Hurrikan

ÖSTERREICH berichtete aus Gefahrenzone. Sturm könnte Mil­liardenschäden verursachen.

Wilmington/USA. Die Winde haben sich zuletzt leicht abgeschwächt, doch Hurrikan „Florence“ bleibt eine tödliche Gefahr für die Ostküste der USA. Der Monstersturm mit Ausdehnungen in der Größe Michigans näherte sich der Küste des US-Staates North Carolina mit Winden von 177 Stundenkilometern.

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Im Visier die Stadt Wilmington. Dort wurden bereits umliegende Strandgemeinden total evakuiert. Doch nicht alle wollten gehen: Ein älterer Mann mit langen Haaren, ein Original offenbar im Ort, der sich als Daniel vorstellt, will den Sturm in Wrightsville Beach im Dachgiebel seines Holzhauses überstehen. „Ich bin noch nie vor Stürmen geflüchtet, ich werde ‚Florence‘ die Stirn bieten“, sagt er trotzig zu ­ÖSTERREICH.

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Massenflucht. 1,7 Millionen Menschen haben bereits die Flucht ergriffen, zehn Millionen befinden sich weiterhin im Fadenkreuz des Monsters. Trotz der leichten Abschwächung droht eine Jahrhundertkatastrophe: Die bis zu fünf Meter hohen Sturmfluten könnten Urlauberorte am Strand wegspülen, eine Sintflut mit bis zu 1.000 Millimeter Niederschlag könnte weite Landstriche unter Wasser setzen. Auch sechs Atomkraftwerke liegen in der Bahn des Hurrikans „Florence“.

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Durch die erwartete Überflutung von Kläranlagen und Sondermülldepots dürften Orte in einer toxischen Brühe versinken. Auch vor Giftschlangen im Wasser wird gewarnt. Der Chef der Katastrophenhilfe FEMA, Jeff Byard, meinte, der erwartete Aufprall von „Florence“ gleiche einem Haken, den Mike Tyson Amerika schlage.

Bereits vor dem Sturm kam es zu Versorgungsengpässen mit nur mehr wenig Benzin und leergeräumten Supermarktregalen. In Geschäften gab es bereits Prügelszenen.

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