Gesetz: Wer Däne werden will, muss Hände schütteln

Einwanderung per Handschlag besiegeln

Gesetz: Wer Däne werden will, muss Hände schütteln

Am Donnerstag erhielten neun Einwanderer in Kopenhagen mit einem Händeschütteln offiziell die dänische Staatsbürgerschaft.

In Dänemark trat ein neues Gesetz in Kraft, das die Staatsbürgerschaft für Einwanderer erst nach einem Handschlag besiegelt. Das ist Teil einer neuen Zeremonie, die seit 1. Jänner in Kraft trat. Alle Einwanderer müssen an einer Feierstunde teilnehmen und am Ende dem Bürgermeister ihrer Gemeinde die Hand drücken.

Für die allererste Zeremonie erschien Integrationsministerin Inger Stojberg persönlich und gab den neuen Staatsbürgern die Hand. "Genau in dem Moment, in dem ihr mir die Hand reicht, werdet ihr Dänen. Es ist etwas Besonderes, Däne zu sein", sagte Ministerin Stojberg. 

 

Dänische Werte respektieren

Die Staatsbürgerschafts-Anwärter müssen unterschreiben, dass sie die dänischen Werte respektieren. Wer den Handschlag aus religiösen oder kulturellen Gründen verweigert, kann kein Däne mehr werden – es würde als Ablehnung des Gleichstellungsgrundsatzes gewertet werden. Die Neu-Dänen können bei der Zeremonie je nach Kommune sowohl auf Bürgermeisterinnen als auch auf Bürgermeister treffen.

Manche Ortschefs protestieren bereits gegen das neue Gesetz. Sie bezeichneten das Gesetz als "reinen Quatsch", "lächerlich" oder "dumme Symbolpolitik".

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