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Halb Europa im Corona-Chaos

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Geringe Impfraten, explodierende Infektions-Zahlen, dritte Welle trifft EU voll.

Brüssel. Europas Krankenhäuser stehen vor einem „breaking point“, schreibt die Financial Times und zeichnet ein Horrorszenario. Es gibt in allen Ländern zu ­wenig Impfstoff, die Durchimpfungsraten sind durchwegs gering.

Zitiert wird Lothar Wieler, Chef des deutschen ­Robert-Koch-Instituts. Er warnt: „Die Vorhersagen zeigen, dass die täglichen Infektionszahlen in Deutschland 100.000 pro Tag erreichen könnten, sollte nicht bald eine Änderung erzielt werden.“ Deutschlands Gesundheitsminister Jens Spahn klingt ähnlich alarmierend: „Geht es so weiter, haben unsere Spitäler im April die absolute Belastungsgrenze erreicht.“

  • Polen am Limit: 35.143 Neuinfektionen, 443 Tote an einem Tag. 14-Tage-Inzidenz: 716,7. Premier Morawiecki rechnet vor: „Wir haben die höchste Zahl an Covid-Patienten in Spitälern seit Ausbruch der Pandemie.“
  • Frankreich: 42.000 Neuinfektionen/Tag, 827 Todesopfer allein am Freitag, 4.700 auf Intensivstationen. Die meisten sind mit der britischen B.1.1.7-Variante infiziert. 7,2 Millionen Menschen haben erste Impfung erhalten. 14-Tage-Inzidenz beträgt 562.
  • Ungarn: Mehr als 11.000 Fälle pro Tag, obwohl bereits 1,7 Millionen Menschen geimpft sind. 1.467 auf Intensivstationen, 19.762 Todesfälle bisher. 14-Tage-Inzidenz liegt bei 1.146.
  • Tschechien: Die Lage hat sich in den vergangenen Tagen zwar gebessert, die 14-Tage-Inzidenz liegt aber noch immer bei dramatischen 1.328.
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