Personalmangel: 4.000 Bademeister fehlen

Italien-Urlaub in Gefahr: Vielen Stränden droht Schließung

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Der Mangel an Personal belastet auch viele Hotels, die ihre Swimmingpools den Gästen nicht öffnen können. Viele Strandanlagenbetreiber in Italien sind in Sorge.

Die Sonne scheint und die Temperaturen steigen. Abkühlung suchen Italiener und Touristen am Meer. Es ist die erste Sommersaison, in der viele Corona-Regeln entfallen, doch dadurch gibt es ein Problem: Es fehlt nach der Pause schlicht an Personal. Den italienischen Strandanlagen fehlen rund 4.000 Bademeister.

Von Nord- bis Süditalien, die Badeanstalten sind mit Personalmangel konfrontiert. 40 Prozent der Bademeister, die die Strandanlagen benötigen, sind nicht zu finden, beklagte der Verband der Badeanstalten. Dabei ist ein Bademeister pro 100 Meter Strand notwendig.

Während des Lockdowns haben viele Personen, die als Bademeister eingesetzt wurden, andere und sicherere Jobs suchen müssen. Während des Lockdowns sind die Kurse für die Vergabe der Bademeister-Lizenz gestoppt worden. Ohne Bademeister droht vielen "Stabilimenti", den Strandanlagen in Italien die Schließung. Der Mangel an Personal belastet auch viele Hotels, die ihre Swimmingpools den Gästen nicht öffnen können.

Auch der Tourismus und die Gastronomie klagen wegen Personalmangels. Rund 390.000 Stellen werden in diesen Sektoren gesucht, aber in 40 Prozent der Fälle haben Betriebe Schwierigkeiten, das notwendige Personal zu finden.

Die Hoteliers klagen über vakante Stellen, in vielen Strukturen würde ein Drittel des benötigten Personals fehlen. "Wegen der Pandemie konnten Gastgewerbe und Tourismus nicht das Minimum an Stabilität garantieren, das es früher gab, und die Arbeitnehmer haben sich nach etwas anderem umgesehen. Sie haben Jobs als Kuriere, Bauarbeiter, Lagerarbeiter und Fahrer angenommen", berichtete Paolo Manca, Präsident des Hotelierverbandes Federalberghi auf Sardinien.

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