Flüchtlingskrise

Mazedonien plant Grenzzaun zu Griechenland

Balkan-Land will den Flüchtlingsansturm in den Griff bekommen.

Auch Mazedonien schließt angesichts der Flüchtlingskrise die Errichtung eines Grenzzauns nicht mehr aus. Das berichteten am Montag Medien in Skopje. Konkrete Planungen gebe es derzeit aber noch nicht, hieß es. Der staatliche Sicherheitsausschuss hatten den Behörden am Wochenende empfohlen, alle Vorbereitungen für die Errichtung eines Drahtzauns zu treffen.

Über die mazedonische Grenze zu Griechenland kommen seit Monaten täglich Hunderte Flüchtlinge ins Land. Das Land liegt an der sogenannten Balkanroute. Fast alle ankommenden Menschen reisen über Serbien weiter Richtung EU.

Laut Medienberichten würde ein möglicher Drahtzaun nicht darauf abzielen, die Grenze für die Flüchtlinge völlig abzusperren. Vielmehr soll es darum gehen, ihre Zahl einzuschränken. Die Zahl der Flüchtlinge, die nach Mazedonien einreisen könnten, soll in diesem Fall nämlich der Zahl jener Flüchtlinge entsprechen, welche die Zielländer bereit wären aufzunehmen. Seitdem vor allem aus Deutschland Signale kommen, nicht mehr unbegrenzt Flüchtlinge aufzunehmen, wachsen in den Transitländern Befürchtungen über einen Rückstau. Slowenien hat mit dem Bau eines Grenzzaunes an Teilen der Grenze begonnen. Österreich plant einen 3,7 Kilometer langen Zaun am besonders belasteten Grenzübergang Spielfeld.

 



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