Mutige Schwedin stellt sich Neonazis in den Weg

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Mutige Schwedin stellt sich Neonazis in den Weg

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Schwarze Aktivistin stellte sich Extremisten-Marsch in den Weg - nun wird sie gefeiert.

Mit erhobener Faust stellte sich eine schwarze Frau in Schweden einer Neonazi-Demo in den Weg - nun geht das Foto der 42-jährigen Tess Asplund als Symbol gegen Rassismus um die Welt. "Es war meine Nelson-Mandela-Faust", sagte die Aktivistin am Mittwochabend dem schwedischen Fernsehsender Aftonbladet TV.

Social-Media-Star
Der frühere südafrikanische Anti-Apartheid-Kämpfer Mandela (1918-2013) sei für sie immer eine große Inspiration gewesen. Ihr unerschrockenes Auftreten machte Asplund nun zum Social-Media-Star.

Asplund, die sich in Schweden in Antirassismus- und Asylrechtsgruppen engagiert, war am 1. Mai nach Borlänge rund 200 Kilometer nordwestlich von Stockholm zu einer Demonstration gegen den Marsch der "Nordischen Widerstandsbewegung" gereist. "Ich wurde wahnsinnig und stinksauer, die sollten dort nicht marschieren", sagte sie dem Sender. Auf dem Foto sieht man sie vis-à-vis von drei Männern in weißen Hemden. Die Szene dauerte nur wenige Sekunden, bevor die Polizei die Frau beiseiteschob.

Asplund sagte, sie sei "überrascht und erschüttert" über das große Interesse an dem Foto. Sie hoffe aber, dass es noch mehr Menschen inspirieren werde, gegen den Rassismus aufzustehen. Der Fotograf David Lagerlöf sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass von rund zehn Fotos, die er geschossen habe, nur dieses eine brauchbar gewesen sei.
 

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