Putin WM Eröffnung

"Vorwürfe gegenstandslos":

Putin streitet Nowitschok-Attacke ab

Putin dementiert Giftattacke in London. Trump verteidigt unterdessen nach Kritik Äußerungen auf Gipfel mit Putin. 

Russlands Präsident Wladimir Putin hat Vorwürfe Londons, wonach Moskau hinter den Vergiftungen mit dem Nervenkampfstoff Nowitschok in Großbritannien steckt, als "gegenstandslos" zurückgewiesen.

London habe keinerlei Beweise dafür vorgelegt, dass Russland für die Vergiftung des russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal in England verantwortlich sei, sagte Putin am Montag dem US-Sender Fox News. "Wir hätten gerne schriftliche Beweise, aber niemand liefert sie uns", sagte Putin.

Hinter dem Fall könnten innenpolitischen Fragen in Großbritannien stecken: "Aber niemand will sie prüfen", sagte Putin.

Skripal und seine Tochter waren im März in England mit Nowitschok vergiftet worden; die britische Regierung machte Russland verantwortlich. Putin hatte die Vorwürfe im Fall Skripals bereits im März zurückgewiesen. Ende Juni wurde ein britisches Paar wegen einer Nowitschok-Vergiftung ins Krankenhaus eingeliefert, eines der Opfer starb. Möglicherweise kam das britische Paar mit Nowitschok-Resten in Kontakt, die bei dem Anschlag auf die Skripals übrig geblieben sein könnten.

US-Präsident Donald Trump verteidigt unterdessen sein Auftreten beim Gipfeltreffen mit dem russischen Staatschef gegen scharfe Kritik aus der heimischen Politik. Die beiden größten Atommächte der Welt könnten sich nicht nur mit der Vergangenheit befassen, erklärte Trump am Montag per Twitter. Vielmehr müssten sie aktuell miteinander zurechtkommen.

Es gehe um eine bessere Zukunft. Zuvor hatten prominente republikanische und demokratische Mitglieder des Kongresses Trump vorgeworfen, er habe sich nicht mit klaren Worten gegen die Einmischung Russlands in die US-Wahlen verwahrt und damit Schwäche signalisiert.



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