Russische "Nachtwölfe" machen wieder Berlin unsicher

Putin-Rocker

Russische "Nachtwölfe" machen wieder Berlin unsicher

Offiziell heuer keine Etappe in Österreich angekündigt.

Am Montagabend sollten die "Nachtwölfe", die als Nationalisten und Anhänger des russischen Präsidenten Wladimir Putin gelten, in Berlin eintreffen. Für Dienstagmorgen ist laut Polizei eine Kranzniederlegung am sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park geplant. Der russische "Tag des Sieges" ist am 9. Mai.

Die Rockergruppe war am 27. April in Moskau gestartet. Mit ihrer Fahrt will sie an das Ende des Zweiten Weltkrieges und den Sieg über das nationalsozialistische Deutschland vor 72 Jahren erinnern. Auf ihrer Internetseite veröffentlichten die Rocker Fotos und Videos von der Tour durch mehrere Länder. Neben Fahrern aus Russland seien auch Begleiter aus der Slowakei, Slowenien, Tschechien, Polen, Bulgarien, Mazedonien, Italien und Deutschland dazugestoßen, hieß es dort.

Eine Etappe in Österreich wie in den vergangenen Jahren war dieses Jahr offiziell nicht geplant. Vergangenes Jahr hatten einige Biker am Wiener Schwarzenbergplatz einen Kranz vor dem Heldendenkmal der Roten Armee im Gedenken an den Sieg der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg niedergelegt.

In Berlin war im vergangenen Jahr eine Gruppe von etwa 100 Fahrern durch das Regierungsviertel gerollt. Einige Dutzend Motorräder waren dann im Konvoi vor dem sowjetischen Ehrenmal vorgefahren, wo schon Veteranen der sowjetischen Armee standen. Später ging es zum nächsten sowjetischen Mahnmal, den beiden alten Weltkriegspanzern an der Straße des 17. Juni sowie zum dritten Mahnmal in Pankow.

2015 hatte die umstrittene "Siegesfahrt" von Moskau nach Berlin für Aufsehen gesorgt. Vor allem Polen hatte die Fahrt als Provokation kritisiert. Deutsche Behörden lehnten die Visaanträge mehrerer Mitglieder ab und verhinderte ihre Einreise.

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