Wieder Erdstoß

Schweres Erdbeben zerstört Mittelitalien

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Erdbeben der Stärke 6,5.

Menschen laufen in Panik auf die Straße, Kirchtürme stürzen ein, ganze Dörfer liegen in Schutt und Asche: Nach dem schweren Erdbeben vom vergangenen Mittwoch wurde die Region zwischen Macerata und Perugia in den italienischen Provinzen Um­brien und Marken am Sonntag gegen 7.40 Uhr erneut von einem Erdstoß erschüttert. Das Epizentrum des Bebens mit einer Stärke von 6,5 lag unweit der umbrischen Stadt Norcia, Heimat des Heiligen Benedikt, des Schutzpatrons Europas.

Glück im Unglück. Es gab mehrere Verletzte. Zum Glück ist vorerst von keinen Todesopfern die Rede. Die Zerstörung ist aber enorm. „Es ist alles eingestürzt! Es ist ein Desaster! Ich habe die Hölle gesehen“, schildert Marco Rinaldi, Bürgermeister des Dorfes Ussita, die Katastrophe.

In Norcia stürzte die Basilika des Heiligen Benedikts ein, die bei dem Beben vom 24. August – mit 298 Toten – noch widerstanden hatte. Geschockt liefen die Nonnen und ein Mönch ins Freie. „Beten kann jetzt helfen“, so ein Feuerwehrmann.

Beben bis ins Salzkammergut zu spüren

Das schwere Erdbeben Sonntagfrüh in Mittelitalien war bis ins Salzkammergut spürbar. Der Erdbebendienst der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik hat Meldungen aus dem Salzkammergut erhalten.

Vor allem in höheren Häusern haben Lampen und andere Einrichtungsgegenstände gewackelt.

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