Selbstmordattentäterin reißt neun Menschen in den Tod

Boko Haram verantwortlich

Selbstmordattentäterin reißt neun Menschen in den Tod

Tschad: Armee macht Boko Haram für Anschlag verantwortlich.

N'Djamena/Abuja. Im Tschad hat eine Selbstmordattentäterin neun Menschen mit in den Tod gerissen. Die Frau habe sich in der Nacht zum Montag im Dorf Kaiga Kindjiria im Westen des zentralafrikanischen Landes in die Luft gesprengt, teilte ein Militärvertreter mit. Dabei seien zwei Frauen und sieben Männer getötet worden. Ein Armeesprecher bestätigte die Opferzahl und machte die Jihadistenmiliz Boko Haram für den Anschlag verantwortlich.

Das Dorf Kaiga Kindjiria liegt in der Region um den Tschadsee, wo sich viele Boko-Haram-Kämpfer verstecken und von wo aus sie Angriffe in Nigeria, Kamerun, Tschad und Niger starten. Es wurde schon mehrfach von Boko Haram angegriffen. Im August hatte ein Selbstmordattentäter in dem Dorf fünf Zivilisten und einen Soldaten getötet.

Boko Haram kämpft schon seit 2009 gewaltsam für einen islamistischen Staat im Nordosten Nigerias. Der Konflikt weitete sich aber auch auf Nigerias Nachbarländer Tschad, Kamerun und Niger aus. Durch Angriffe und Anschläge der Miliz wurden in den vergangenen Jahren rund 35.000 Menschen getötet, zwei Millionen weitere ergriffen die Flucht.

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