Juan Guaido

Guterres

Sorge wegen Machtkampfes in Venezuela

UNO-Generalsekretär ruft Regierung und Opposition zu deeskalierenden Schritten auf.

Nach der Zuspitzung im Machtkampf in Venezuela haben die Vereinten Nationen Regierung und Opposition zum Abbau der Spannungen aufgerufen.

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres sei besorgt über die Vorfälle, teilte ein UNO-Sprecher am Montag mit. Zuvor hatte die linke Regierung unter Präsident Nicolas Maduro am Sonntag verhindert, dass der Oppositionsführer und selbst ernannte Interims-Staatschef Juan Guaido zum Parlamentspräsidenten wiedergewählt werden konnte.

Soldaten verwehrten Guaido und anderen Abgeordnete der Opposition Zutritt zum Kongressgebäude. Dort konnte Maduros Partei dann einen anderen Abgeordneten zum Parlamentsvorsitzenden wählen. Guaido ließ sich wenig später an einem anderen Ort von Oppositionsabgeordneten im Amt des Parlamentsvorsitzenden bestätigen.

US-Vizepräsident Mike Pence gratulierte Guaido zu seiner Wiederwahl und nannte Guaido den einzig legitimen Staatspräsidenten Venezuelas. Die USA haben die Regierung von Maduro mit zahlreichen Sanktionen belegt. Guaido hat Maduros Wiederwahl 2018 als unrechtmäßig bezeichnet und sich im vergangenen Jahr unter Berufung auf die Verfassung selbst zum Interimspräsidenten ernannt. Die meisten westlichen Länder unterstützen ihn als Staatsoberhaupt. Maduro wird von Russland, China und Kuba unterstützt. Er wirft Guaido vor, eine Marionette der USA zu sein, um ihn zu stürzen.



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