Twitter sperrt Account von Ex-Ku-Klux-Klan-Chef

David Duke

Twitter sperrt Account von Ex-Ku-Klux-Klan-Chef

Online-Dienst: US-Rassist verstieß gegen Regeln zu Hass schürendem Verhalten.

San Francisco. Der Kurzbotschaftendienst Twitter hat das Konto des bekannten US-Rassisten und früheren Ku-Klux-Klan-Chefs David Duke dicht gemacht. Das Nutzerkonto sei wegen "wiederholter Verstöße gegen die Twitter-Regeln zu Hass schürendem Verhalten" dauerhaft geschlossen worden, erklärte eine Sprecherin der Online-Plattform am Freitag.
 
Auf welche Tweets sich das Unternehmen genau bezog, blieb unklar. Twitter untersagt unter anderem eine Anstiftung zur Gewalt und Bedrohungen aufgrund von Religion, Herkunft, ethnischer Zugehörigkeit und sexueller Orientierung.
 
Duke war seit 2009 auf Twitter aktiv und hatte mehr als 53.000 Follower. Er war in den 1970-er Jahren der Anführer der rassistischen Organisation Ku Klux Klan. Später distanzierte Duke sich von der Organisation. Der heute 70-Jährige vertrat aber weiter offen die Auffassung, dass Weiße Schwarzen überlegen sind, und attackierte regelmäßig auch Juden.
 
Bei den Präsidentschaftsvorwahlen der US-Republikaner 2016 sprach er Donald Trump seine Unterstützung aus. Der Immobilienmilliardär geriet daraufhin in die Kritik, weil er zunächst eine klare Distanzierung vermied.
 
Die Online-Plattform YouTube sperrte Ende Juni Dukes Videokanal. Die Online-Netzwerke sind zunehmend unter Druck geraten, gegen die Verbreitung von Hassbotschaften im Netz vorzugehen.

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