Ban Ki-moon

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Ban Ki-moon wurde am 13. Juni 1944 in Injō, heutiges Südkorea geboren und ist ein südkoreanischer Diplomat und Politiker.

Von 2004 bis 2006 bekleidete er das Amt des Außenministers Südkoreas und von 2007 bis 2016 war er Generalsekretär der Vereinten Nationen.

Berufliche Laufbahn

Ban begann seine diplomatische Karriere 1970, damals noch im Dienste der Militärdiktatur Park Chung-hees (bis 1979) und setzte sie unter Präsident Chun Doo-hwan (1980–1988) fort, der ebenso wie Park durch einen Militärputsch ins Amt kam. Bereits früh beschäftigte er sich im Rahmen der Arbeit für das Außenministerium mit den Vereinten Nationen (United Nations Division des Außenministeriums, ab 1991 Erster Sekretär bei der ständigen Beobachtungsmission des Staates bei den Vereinten Nationen in New York, 1980 Direktor der United Nations Division). Über seine weiteren Tätigkeiten im Außenministerium war er unter anderem aktiv an der südkoreanischen Nordpolitik beteiligt: 1992 dient er als Vizevorsitzender der South-North Joint Nuclear Control Commission. Während er 1999 Botschafter in Österreich war, wurde er zum Vorsitzenden der Preparatory Commission for the Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty Organization (CTBTO PrepCom) gewählt.

Von 2004 bis 2006 war Ban Südkoreas Außenminister. Mit Anfang des Jahres 2007 nahm er die Tätigkeit des Generalsekretärs der Vereinten Nationen auf und erklärte gleich einen Tag nach Dienstantritt in Bezug auf die Hinrichtung Sadam Husseins, es stehe jedem Land frei, über Exekutionen zu entscheiden. Damit verstößt er gegen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Charta der Vereinten Nationen. In Südkorea ist die Todesstrafe bisher auch noch nicht abgeschafft, aber seit 1998 gilt ein Moratorium, was bedeutet, dass seither keine Todesurteile mehr vollstreckt werden.
Am 22. März 2007 entkam Ban Ki-moon nur knapp einem Terroranschlag durch eine Rakete in der irakischen Hauptstadt Bagdad. Nur wenige Monate später äußerte er sich positiv über den amerikanischen Militäreinsatz im Irak und erntete heftige Kritik.

Am 19. Juli 2007 wurde ein formeller Antragsbrief auf Wiederaufnahme Taiwans in die UN von Taiwans Präsident Chen Shui-bian ungeöffnet von Ban mit dem Hinweis auf Resolution 2758 der UN-Generalversammlung zurückgeschickt. Gängige Praxis ist die Weiterleitung an den UN-Sicherheitsrat. Ban wurde in Folge umfassend von Völkerrechtler:innen und den USA kritisiert sowie seine Kompetenz angezweifelt.

Nach Ende seiner Amtszeit 2016 galt er als aussichtsreicher Bewerber für die südkoreanischen Präsidentschaftswahlen 2017, zog aber dann infolge sinkender Umfragewerke seine Kandidatur zurück.

Auszeichnungen

Ban trägt Verdienstorden verschiedenster Länder sowie Ehrendoktorwürden der Universität Seoul und Paris 1 Panthéon-Sorbonne. Am 3. Januar 2018 wurde das von Heinz Fischer und Ban Ki-moon gemeinsam gegründete Ban Ki-moon Centre for Global Citizens in Wien eröffnet.
  

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