FIFA entschied sich gegen technische Hilfsmittel

"Die Frage war, sollen wir Technik im Fußball zulassen, und die Antwort war ganz klar: Nein!", betonte Valcke auf einer Pressekonferenz in Zürich. Auf seiner 124. Jahresversammlung am FIFA-Sitz entschied das IFAB am Samstag zudem, eine Entscheidung über den Einsatz von Torrichtern auf Mai zu verschieben.

Zwei Firmen hatten den Verantwortlichen der FIFA sowie der Verbände aus England, Schottland, Wales und Nordirland - die zusammen mit dem Weltverband den IFAB bilden - die neuesten Entwicklungen vorgestellt. Es handelte sich einerseits um einen Chip, der signalisiert, wenn der Ball die Torlinie überquert. Die zweite Möglichkeit war eine Torkamera, das sogenannte "Hawkeye", die Aufschluss über Tor oder Nicht-Tor geben soll.

Beide Lösungen konnten die Regelhüter nicht überzeugen - mit einer "klaren Mehrheit", aber nicht einstimmig, entschied sich der IFAB gegen beide Varianten. "Wir sind alle der Meinung, dass die Technologie aus dem Spiel herausgehalten werden muss", sagte Valcke. "Das Einzigartige sind die Menschen."

Wegen Fehlentscheidungen der Schiedsrichter auf höchstem Niveau - etwa das irreguläre, aber anerkannte Tor Frankreichs in der WM-Quali gegen Irland - war der Ruf nach technischen Hilfsmitteln laut geworden. "Fehler wird es immer geben", sagte Valcke, "aber lasst uns den Fußball so erhalten, wie er ist". Jonathan Ford vom Waliser Verband ergänzte: "Strittige Entscheidungen sind doch gerade das Schöne an diesem Sport."

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