Sturm greift nach elf titellosen Jahren nach Cup

 

Sturm greift nach elf titellosen Jahren nach Cup

Viel stand auf dem Spiel für die Mannschaft um Trainer Franco Foda. In der Meisterschaft klar hinter der drittplatzierten Austria liegend, offenbart sich im Cup die wohl letzte Chance, auch in der kommenden Saison im internationalen Geschäft mitmischen zu können. "Mit Wiener Neustadt wartet ein Gegner, der viel Qualität besitzt. Aber jetzt haben wir nach der Bundesliga eine weitere Chance, international zu spielen und das ist schon einmal sehr, sehr gut", meinte Foda, dessen Team am Ende minutenlang mit den 500 mitgereisten Grazer Fans feiern durfte.

Trotzdem gelte die Konzentration vorerst weiter der Meisterschaft. Trotz acht Zählern Rückstand auf die Violetten bei fünf ausständigen Runden fordert Sturms deutscher Coach auch in der Liga nicht weniger als hundert Prozent Leistung. "Es ist für uns noch eine Mini-Chance vorhanden, die wir nützen wollen. Es sind immer noch 15 Punkte zu verteilen", erklärte Foda, der beim bis dato letzten Cup-Sieg der Grazer 1998 noch als Libero auf dem Platz stand. "Wir werden schauen, was dabei herausspringt. Und erst dann das Finale angehen."

Schön war der nur auf dem Papier "heiße" Cup-Fight auf holprigem Rieder Rasen nicht anzusehen. Die einst als Heimmacht bekannten Innviertler erwiesen sich als zu schwach, um die Grazer Torsperre nach dem Goldtor von Klemen Lavric (19.) zu brechen. Zu ideenlos und fehleranfällig rannte sich Ried in der Abwehr der steirischen Gäste fest. "Unsere Qualität ist ausgereizt, die des Gegners war hingegen klar über unsere zu stellen. Mit dem frühen 1:0 hat Sturm das erreicht, was sie wollten. Nämlich Konter zu spielen", analysierte Trainer Paul Gludovatz die Partie treffend.

Für Wiener Neustadt erfüllte sich der von Trainer Peter Schöttel gehegte Wunsch nicht. Der Ex-Internationale hatte Ried wohl aus gutem Grund als Lieblingsgegner bezeichnet. In drei Saisonduellen in der Liga hat der SC gegen Sturm noch keinen Treffer erzielt. Die Neustädter könnten in Klagenfurt ein Jahr nach dem Aufstieg in die höchste Spielklasse einen neuen Meilenstein in der noch jungen Club-Geschichte schreiben. Das will sich auch Frank Stronach nicht entgehen lassen: Der Mäzen plant bereits seine Reise nach Kärnten.

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