Digitale Schulbücher werden interaktiv

"E-Book Plus"

Digitale Schulbücher werden interaktiv

Ab dem Schuljahr 2018/19 werden digitale Schulbücher auch interaktiv. Das kündigten Unterrichtsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) und Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) bei einer Pressekonferenz am Montag in Wien an. Auch dieses neue "E-Book Plus" soll aber nur eine Ergänzung zum gedruckten Schulbuch sein und dieses nicht ersetzen.

Stichwortsuche, Lesezeichen und Notizen

Digitale Schulbücher gibt es im größeren Rahmen seit dem laufenden Schuljahr 2016/17. Knapp 900 Schulbücher der Sekundarstufe II (AHS-Oberstufe, berufsbildende mittlere und höhere Schulen/BMHS) wurden im Rahmen der Schulbuchaktion neben der gedruckten Version erstmals auch als E-Book angeboten. So konnte neben der Printversion kostenlos zusätzlich die digitale Version bestellt werden - für rund die Hälfte aller bestellten Bücher wurde davon Gebrauch gemacht.

In den E-Books kann etwa nach Stichwörtern gesucht, können Lesezeichen gesetzt oder Notizen erstellt werden. In Sprachlehrbüchern ist es zum Teil auch möglich, mit multimedialen Effekten zu arbeiten - sie sind mit Audio-Files unterlegt. Im kommenden Schuljahr sollen auch Schulbücher für die Sekundarstufe I (AHS-Unterstufe, Neue Mittelschule) eingebunden werden. 2018/19 ist vor allem für Deutsch, Mathematik und Englisch die Erweiterung auf interaktive, multimediale Elemente und Lerncontents geplant ("E-Book Plus").

Aus- und Fortbildung der Pädagogen

Diese Umstellung müsse aber auch "gelernt sein", verwies Hammerschmid auf die Aus- und Fortbildung der Pädagogen. "Wer jetzt studiert, wird das in der Regel schon können. Wer schon länger an der Schule ist, muss es zunächst lernen - wie wir auch." Mit den E-Books stelle man die Printausgaben nicht in Frage, stellte Hammerschmid klar - beide Varianten ergäben einen "schönen Methodenmix".

Karmasins Ministerium ist für den Familienlastenausgleichsfonds (FLAF), aus dem die Schulbuchaktion jährlich mit mehr als 100 Mio. Euro gespeist wird, zuständig. Es gehe dabei nicht um Digitalisierung um der Digitalisierung willen, so die Ministerin. Vielmehr biete sich ein Mehrwert für die Schüler: Diese hätten durch die Endgeräte die nötigen Unterrichtsmaterialien immer bei sich, ohne alle Bücher von A nach B tragen zu müssen. Außerdem berichteten Lehrer von einer höheren Motivation der Schüler.

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