Können Privatpersonen Twitter-Aktien kaufen?

Schwieriges Unterfangen

Können Privatpersonen Twitter-Aktien kaufen?

Twitter wird an diesem Donnerstag zum ersten Mal an der New Yorker Börse gehandelt. Der Kurznachrichtendienst hatte aus dem verpatzten Börsenstart von Facebook seine Konsequenzen gezogen. Das Unternehmen wählte die traditionsreiche New York Stock Exchange statt der rein elektronischen Technologiebörse Nasdaq als Handelsplatz. Mit einem Preis je Aktie von 26 Dollar ging Twitter noch über die jüngst angehobene Spanne von 23 bis 25 Dollar hinaus. Das deutet auf eine starke Nachfrage von Investorenseite hin. Allerdings kann der Kurs wie im Falle von Facebooks Börsengang auch schnell fallen. Twitter gab seine Entscheidung standesgemäß in einem seiner sogenannten Tweets bekannt.

Für Privatanleger schwer zu bekommen
Die 70 Millionen Twitter-Aktien gehen heute zum größten Teil an institutionelle Investoren wie Fonds. Falls welche übrig bleiben, können Privatanleger an der Börse zuschlagen zu dem dann gültigen Preis. Die New York Stock Exchange mit ihrem berühmten Handelssaal an der Wall Street öffnet um 15.30 Uhr österreichischer Zeit. Kurz danach dürfte der erste Twitter-Kurs feststehen. Gleich zum Start wird es mit einem Kauf aber nicht klappen. Es gab nämlich zehnmal mehr Bestellungen als verfügbare Aktien. Es sind also schon jetzt alle von Twitter ausgegebenen Aktien weg. Deshalb hängt alles von den großen Investoren ab. Sie entscheiden, ob und wie viele Aktien sie am Donnerstag in den Handel bringen wollen. Sollten sie sich dafür entscheiden, dann verkaufen sie die Aktien zunächst hauptsächlich an ihre Kunden, bei denen es sich meistens um Unternehmen handelt, die ebenfalls Vorbestellungen platziert haben.

>>>Nachlesen: Buch entzaubert Twitter-Gründer

Für Privatpersonen bleibt also nur eine kleine Restmenge übrig. Wer dennoch versuchen möchte, heute Aktien zu bekommen, sollte ein Aktiendepot haben, über das man US-Aktien kaufen kann. Dabei gilt es jedoch zu berücksichtigen, dass Privatpersonen keinen Börsenhandel direkt durchführen können – das dürfen nur die an der Börse zugelassenen Broker. Diese arbeiten im Normalfall nicht mit Endkunden zusammen, sondern vorwiegend mit Banken. Deshalb sollten sich Interessenten, die sich Twitter-Aktien zulegen möchten, mit ihrer Bank in Verbindung setzen. Dort richtet man sich ein Aktiendepot-Konto ein. Auf dieses zahlt man dann soviel Geld ein, wie man investieren möchte. Danach kann man via Telefon oder Online-Banking (Twitter-)Aktien kaufen. Da es sich aber um eine ausländische Börse handelt, gibt es noch zusätzliche Besonderheiten. Diese sind aber von Bank zu Bank unterschiedlich. Über die jeweiligen Eigenheiten muss man sich bei der Hausbank, bei der man sein Depot angelegt hat, informieren.

Bei großer Nachfrage legt Twitter weitere Aktien auf
Twitter bietet zunächst 70 Millionen Anteilsscheine an. Bei entsprechender Nachfrage behält sich das in San Francisco ansässige Unternehmen die Ausgabe von 10,5 Millionen weiteren Aktien binnen 30 Tagen vor.

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