Per Download zum eigenen Facebook-Handy

Eigener Android-Launcher

Per Download zum eigenen Facebook-Handy

Das weltgrößte Online-Netzwerk Facebook geht in die Smartphone-Offensive. Gründer Mark Zuckerberg stellte am Donnerstag eine Erweiterung für das führende Smartphone-System Android vor, die Informationen von Facebook-Freunden in den Mittelpunkt stellt (wir berichteten live). Ein komplett eigenes Smartphone wurde zwar nicht vorgestellt, HTC-Chef Peter Chou präsentierte bei dem Event aber mit dem HTC First das erste Handy, bei dem die neue Facebook-Software vorinstalliert ist. Doch für Facebook ist noch wichtiger, dass sich in Zukunft fast alle Android-User per Gratis-Download ein eigenes Facebook-Handy "bauen" können. Denn bei der Zusatz-Software mit dem Namen "Facebook Home" handelt es sich um einen eigenen Android-Launcher von Facebook. Installiert man diesen, schiebt sich das soziale Netzwerk ganz in den Vordergrund. Ab 12. April ist Facebook Home im Google Play Store zwar nur für einige Geräte von HTC und Samsung erhältlich, doch mittelfristig sollen alle Android-Smartphones damit ausgerüstet werden. In einigen Monaten soll sogar noch die Tablet-Version folgen.

Letzte Vorbereitungen schon jetzt treffen
Nachdem man die Software heruntergeladen hat, muss man sich eigentlich nur noch bei Facebook einloggen. Der Rest erfolgt dann automatisch. Das ist wirklich sehr praktisch und kann auch von Smartphone-Neulingen durchgeführt werden. Einzige Voraussetzung ist ein Google-Konto (Gmail-Adresse), mit dem man sich im Play Store einloggen kann. Nur so kann man aus dem App Store von Google Programme herunterladen.

Video zum Thema So funktioniert Facebook Home

Es tut uns leid. Dieses Video ist nicht mehr verfügbar.

So funktioniert Facebook-Home
Ein Telefon mit Facebook Home präsentiert auf dem Startbildschirm gleich auf den ersten Blick Neuigkeiten aus dem Freundeskreis sowie direkten Zugang zu Facebook-Funktionen. In diesem "Coverfeed" werden Bilder und neue Einträge der Freunde bildschirmfüllend angezeigt. Der Nutzer kann direkt Bilder kommentieren oder Nachrichten von Freunden beantworten. Klickt man auf eine Neuigkeit, wird diese sofort geöffnet. Klickt man zweimal darauf, gibt man ein "Gefällt mir" auf. Das funktioniert ohne, dass der User das Smartphone entsperren muss.

Außerdem tauchen Hinweise auf Nachrichten oder Internet-Anrufe aus dem Facebook-Messagingdienst am Bildschirmrand auf, auch wenn der Handynutzer sich gerade in einer anderen App bewegt. Man sieht dann ein kreisrundes Foto des Gesprächspartners ständig im Vordergrund und kann durch Antippen eine Unterhaltung starten oder fortsetzen. Diese Funktion nennt Facebook "Chatheads". Der Homebutton wird durch das Profilbild des Users ersetzt und kann am gesamten Bildschirm hin- und hergeschoben werden.

Auch Facebooks Sprachdienst Voice ist in "Home" direkt integriert. Die über Android gestülpte Oberfläche wirkt durchaus intuitiv und ausgereift. Will der User beispielsweise einen Chat beenden, muss er das Kopf-Bild des Freundes einfach nur nach unten wegwischen.

Offenheit als Android-Vorteil
Facebook habe sich gefragt: "Wie wäre es, wenn ein Handy nicht um Apps herum aufgebaut ist, sondern Menschen in den Mittelpunkt stellt?", erläuterte Zuckerberg. "Wir entwickeln kein Telefon und kein neues Betriebssystem", betonte er. Android sei als Betriebssystem so offen, dass Facebook die zusätzlichen Funktionen einbetten konnte. In dem geschlossenen iPhone-System ginge das nur unter Einbeziehung von Apple, betonte der zuständige Chefentwickler Corey Ondrejka. Ob es dazu Kontakte zwischen Facebook und Apple gibt, sagte er nicht.

Verfügbarkeit
Die Facebook-Home-Software wird in den USA vom 12. April an verfügbar sein, kurz darauf auch weltweit. Sie kann außer auf dem neuen HTC First zunächst auf fünf Geräten genutzt werden, die schon auf dem Markt sind, darunter Samsungs Galaxy S3 und Galaxy Note II sowie das Smartphone HTC One. Zunächst hat Facebook den Kreis bewusst auf neuere Modelle beschränkt, auf denen die App garantiert gut laufe.

Fotos vom HTC First

Diashow Fotos: Facebook-Smartphone HTC First

Facebook-Smartphone

Beim HTC First ist die neue Software Facebook Home bereits vorinstalliert. Es unterstützt alle neuen Coverfeed- und Chathead-Funktionen.

Facebook-Smartphone

Beim HTC First ist die neue Software Facebook Home bereits vorinstalliert. Es unterstützt alle neuen Coverfeed- und Chathead-Funktionen.

Facebook-Smartphone

Beim HTC First ist die neue Software Facebook Home bereits vorinstalliert. Es unterstützt alle neuen Coverfeed- und Chathead-Funktionen.

Facebook-Smartphone

Beim HTC First ist die neue Software Facebook Home bereits vorinstalliert. Es unterstützt alle neuen Coverfeed- und Chathead-Funktionen.

Facebook-Smartphone

Beim HTC First ist die neue Software Facebook Home bereits vorinstalliert. Es unterstützt alle neuen Coverfeed- und Chathead-Funktionen.

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HTC First schon bald in Europa
Für die Geräte-Hersteller eröffnete das Unternehmen das "Facebook Home"-Programm, damit sie die Software vorinstallieren können. Das HTC First dürfte noch im April auch in Europa verfügbar sein. Ob es auch gleich nach Österreich kommt, steht noch nicht fest. Das Gerät bietet einen 4,3-Zoll-Touchscreen, unterstützt LTE und wird von einem Dual-Core-Prozessor von Qualcomm angezeigt.

Mobile Geräte sind die Zukunft
Facebook hat mehr als eine Milliarde Mitglieder, immer mehr von ihnen greifen inzwischen vom Smartphone aus auf den Dienst zu. Das Online-Netzwerk richtet sein Geschäft entsprechend stärker auf die mobilen Geräte aus. "Wir denken, dass es die bisher beste Version von Facebook ist", sagte Zuckerberg. Damit zeigt sich Facebook auch überzeugt, dass es die Umsätze auf Werbung auf mobilen Geräten schnell genug steigern kann.

Zunächst war das Online-Netzwerk von dem Wechsel zu Smartphones und Tablets kalt erwischt worden: Die Werbeanzeigen waren auf PC-Nutzer ausgerichtet, auf Smartphones und Tablets gab es zunächst gar keine Werbung. Die Börsianer sahen das Facebook-Geschäftsmodell in Gefahr und prügelten die Aktie in den Keller. Inzwischen kommt bereits rund ein Viertel der Werbeerlöse aus dem mobilen Geschäft.

Im "Cover Feed" werde es zunächst keine Werbung geben, sagte Chefentwickler Ondrejka. Das werde sich aber mit der Zeit ändern.

Fotos von der Facebook-Keynote

Diashow Fotos vom Facebook-Android-Event

Facebook

Hauptsächlich fürhte Facebook-Chef Mark Zuckerberg durch die Keynote. Doch auch...

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..HTC Chef Peter Chou hatte seinen großen Auftritt. Er stellte das "Facebook-Handy"...

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...HTC First vor. Dieses spielt perfekt mit der neuen Software "Facebook Home" zusammen.

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Zuckerberg lobte die gute Zusammenarbeit. Für Facebook werden mobile Geräte immer wichtiger.

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Fight mit Google wird härter
Mit dem Home-Angebot heizt Facebook die Rivalität mit Google an, das die treibenden Kraft hinter dem Android-Betriebssystem ist. Der Suchmaschinen-Riese hat ein eigenes Netzwerk mit dem Namen Google+ auf die Beine gestellt, das aber deutlich weniger Nutzer hat als Facebook.

Facebook gehe davon aus, dass Google zu dem Versprechen stehe, Android offen zu lassen, und das Online-Netzwerk nicht aussperren werde, sagte Zuckerberg nach der Präsentation der neuen Software dem Technologie-Blog "The Verge" zufolge. "Wir erwarten, dass sie begeistert sein werden", ergänzte Ondrejka. Schließlich gehörten die Facebook-Apps zu den meistgenutzten Android-Anwendungen.

Facebook Home Notifications

Video zum Thema So funktioniert Facebook Home Notifications

Es tut uns leid. Dieses Video ist nicht mehr verfügbar.

Fazit
Wie viele Android-User sich Facebook Home tatsächlich installieren bleibt abzuwarten. Für Viel-User scheint die Software durchaus interessant zu sein. Wer Facebook nur hin und wieder am Smartphone verwendet, ist wohl mit der normalen App besser bedient. Ansonsten könnte es schnell zu einem Informations-Überfluss kommen. Wahrscheinlich wird Facebook Home eher jüngere Facebook-User ansprechen, die ohne dem Social Network kaum mehr leben können. Die Verbreitung wird aber auch stark mit der Unterstützung von weiteren Geräten zusammenhängen. Zuckerberg muss schauen, dass es in diesem Punkt schnelle Fortschritte gibt. Diese wurden aber bereits angekündigt. Zudem soll Facebook Home monatlich aktualisiert und verbessert werden.

Nutzer von Apples iPhone werden dagegen erst einmal auf "Facebook Home" verzichten müssen. "Der einzige Weg, wie man einen Dienst tiefgreifend auf iPhone und iPad integrieren kann, ist, mit Apple zusammenzuarbeiten und das Betriebssystem zu verändern", erklärte Chefentwickler Ondrejka. Ob es dazu Kontakte zwischen Facebook und Apple gibt, sagte er nicht.
 

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